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Umweltschutz in Frankfurt In Frankfurt ist die Luft zu dick

Frankfurt schafft es beim neuen Städtevergleich von Greenpeace auf Platz vier von 14. Positiv vermerken die Umweltschützer, dass viele Frankfurter umweltfreundlich unterwegs sind. Doch der Kohlendioxidausstoß ist trotzdem zu hoch.

Radfahren in Frankfurt
Lob bekommt Frankfurt für die Stärkung des Radverkehrs. Foto: Christoph Boeckheler

Im neuen Städtevergleich von Greenpeace in Sachen umweltgerechter Mobilität landet Frankfurt auf Platz vier von 14 Städten. Spitzenpositionen belegen Berlin, München, Köln. Auf den hinteren Plätzen rangieren Essen, Hannover, Düsseldorf.

Die Platzierung im oberen Drittel habe Frankfurt verdient, weil der Anteil an umweltfreundlichem Fuß-, Rad- und Nahverkehr im sogenannten „Modal Split“ im Vergleich zum Autoverkehr recht hoch sei. Im sogenannten Umweltverbund legen die Frankfurter zwei Drittel ihrer Wege zurück. Das übrige Drittel entfällt aufs Auto.

Das größte Problem sehen die Umweltschützer im hohen CO2-Ausstoß in der Pendlermetropole – 9,7 Tonnen pro Kopf und Jahr. „Die Ambitionen im Hinblick auf den Modal Split müssen verstärkt werden, insbesondere hinsichtlich einer Erhöhung des Radverkehrsanteils“, heißt es in der Studie. Dafür gebe es eine Reihe von Möglichkeiten. Greenpeace schlägt „Temporeduzierungen, Durchfahrtsbeschränkungen oder Kampagnen, die anregen, das eigene Auto stehen zu lassen“ vor. Die Alltagsrouten für den Radverkehr müssten ausgebaut werden. Das Bike-Sharing-Angebot sei verbesserungswürdig, wie auch die Bike-and-Ride-Situation, die Abschlussmöglichkeit an Bahn-Stationen beinhaltet.

Dass Frankfurt trotzdem Platz vier erreichte, begründete Greenpeace damit, dass 75 Prozent der Frankfurter nicht weiter als 600 Meter von der nächsten Station im Nahverkehr entfernt wohnten. Positiv seien die Ambitionen der Stadt beim Radverkehr. So sei geplant, die Radrouten im Stadtgebiet neu zu beschildern. Es gebe zwei Leihräder auf 1000 Einwohner, was ein guter Wert sei. Auf 1000 Einwohner kämen nur 0,5 Carsharing-Fahrzeuge, das sei Mittelmaß. Nachholbedarf sieht Greenpeace beim Ausbau barrierefreier Haltestellen.

Insgesamt müssten aber alle untersuchten Städte mehr tun, „um ökologische Verkehrsangebote auszubauen“, so Daniel Moser, der Greenpeace -Verkehrsexperte. Keine der Städte machen es den Bewohnern leicht, „ohne eigenes Auto auszukommen“, sagte er. In Zeiten von überhöhten Schadstoffwerten, Klagen gegen Feinstaubbelastung und Debatten über Fahrverbote von Dieselfahrzeugen sei es nötig, dass die Städte „eine neue, saubere Verkehrspolitik“ entwickelten.

Eine Studie des Umweltbundesamtes (2014) habe gezeigt, dass vier von fünf Deutschen wünschten, dass Städte so umgestaltet werden sollten, das die Bewohner nicht mehr stark aufs Auto angewiesen seien. Moser schlägt vor, dass sie konsequent auf den Ausbau des Radverkehrs setzen sollten. Wie es die Vorzeigestadt Freiburg tue. Dort liegt der Anteil der Radfahrer am Verkehr bei einem Drittel. In Frankfurt hingegen bei 13 Prozent.

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