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Übegriffe an Silvester Weitere Anzeigen nach Silvesternacht

Immer noch gehen bei der Frankfurter Polizei Anzeigen wegen sexueller Übergriffe und Diebstähle in der Silvesternacht ein. An den Fastnachtstagen sollen nun mehr Beamte auf die Straße. Inzwischen geht die Polizei 22 Anzeigen nach.

11.01.2016 15:44
Die Zahl der Ermittlungen nach der Silvesternacht in Frankfurt steigt weiter an. Foto: dpa/Symbol

Fast zwei Wochen nach Silvester erstatten in Frankfurt immer noch Frauen Anzeige wegen sexueller Übergriffe. Die Polizei ermittelt inzwischen in 22 Fällen, das sind noch einmal 7 mehr als am Freitag, wie Polizeisprecher Rüdiger Reges am Montag sagte. Die Opfer seien einzelne Frauen, aber auch Gruppen gewesen. Auch bei den neu hinzugekommenen Fällen seien die Frauen angegrapscht worden. Es seien zudem drei Handys gestohlen worden.

Alle Tatorte konzentrierten sich auf die Fußgängerbrücke Eiserner Steg am Main, von der aus traditionell viele das neue Jahr begrüßen. «Die Geschädigten sprechen von Männergruppen arabischer beziehungsweise nordafrikanischer Herkunft», berichtete die Polizei.

Die eigens eingesetzte Arbeitsgruppe «Steg» prüfe derzeit, ob es einen Zusammenhang zu zehn in der Silvesternacht festgenommenen mutmaßlichen Taschen- und Trickdieben gebe. Die Jugendlichen und Männer im Alter von 15 bis 27 Jahren waren in Sachsenhausen und der Innenstadt festgenommen worden - der Eiserne Steg verbindet die beiden Stadtteile. Zehn Festnahmen bei einem Ereignis dieser Größenordnung seien aber keine Seltenheit, sagte Reges.

Einer der Verdächtigen sitzt in Untersuchungshaft, vier wurden dem Jugendamt vorgeführt. Die anderen sind wieder auf freiem Fuß. Alle zehn sind laut Polizei Asylbewerber und Flüchtlinge, die zwischen 2010 und 2015 eingereist sind.

Die Frankfurter Polizei ist nach eigenen Worten auf die bevorstehenden Fastnachtstage gut vorbereitet. Polizeipräsident Gerhard Bereswill sagte dem Radiosender hr-Info: «Wir beschäftigen uns mit den Lehren aus den Kölner Vorfällen. Deshalb haben wir an Fasching mehr Beamte auf der Straße als sonst.» Außerdem stehe man mit anderen hessischen Polizeidienststellen in Verbindung. Von dort wolle man erfahren, ob Besucherströme und auch Flüchtlingsströme an Fastnacht nach Frankfurt unterwegs seien.

Bereswill betonte, dass die Frankfurter Behörde gegebenenfalls auch die Nationalität von Straftätern nenne. «Wenn solche Informationen einen Nachrichtengehalt haben, machen wir das. So haben wir nach den Silvesterübergriffen in Frankfurt auch mitgeteilt, dass alle zehn Festgenommenen Flüchtlinge waren.» (dpa)

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