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U-Bahn Warum fährt die U5 nicht schneller?

Die U-Bahn-Linie U5 in Frankfurt beschäftigt die Menschen. Die schweren, neuen Wagen rollen erheblich lauter über die Schienen als die älteren Modelle. Schneller wurde sie auch nicht.

Die U5 unterwegs im Nordend. Foto: Andreas Arnold

Dem Kreischen der Schienen will die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) etwas entgegensetzen: Schallabsorbern an den Rädern. Zehn Bahnen der Linie U5 seien schon umgerüstet, so der VGF-Sprecher, weitere würden folgen. Außerdem sollen die Schienen am Scheffeleck künftig regelmäßig über eine fest installierte Anlage geschmiert werden.

Während die Bürger in der Sitzung des Stadtteilparlaments zudem forderten, die U-Bahn solle dort, wo sie quietsche, langsamer fahren – am Scheffeleck oder der Holzhausenstraße –, hat FR-Leser Thomas Gerlitzki eine entgegengesetzten Vorschlag Die U-Bahnen müssten schneller fahren!

Vor dem Umbau im Sommer habe die U5 genau 21 Minuten gebraucht. Von Preungesheim zum Hauptbahnhof. Nun, sieben Monate später, brauche sie immer noch 21 Minuten.

Dabei gebe es zwei Haltestellen nicht mehr. Einmal die Station Eckenheimer Landstraße/Marbachweg. Weil nebenan die neue Haltestelle Marbachweg/Sozialzentrum entstanden ist. Außerdem die Station Neuer Jüdischer Friedhof. Der barrierefreie Umbau kommt laut VGF nicht vor 2018.

Noch später, nach 2022, rechnet die VGF mit der Verlängerung der Linie von Preungesheim zum Frankfurter Berg. Zunächst soll die U5 ins Europaviertel verlängert werden. Erst danach will die Stadtregierung Geld im Haushalt einplanen.

Zurück zu den 21 Minuten. Thomas Gerlitzki plädiert dafür, dass die Bahnen an den Fußgängerüberwegen und kleineren Kreuzungen schneller fahren sollten. Per Vorrangschaltung an den Ampeln. Das werde vorbereitet, so der VGF-Sprecher. Der Grund, warum die Bahn 21 Minuten brauche, sei aber ein anderer, meint er, und verweist auf die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq, die die Fahrpläne plant.

„Wir konnten einfach nicht hellsehen, wie schnell die U5 unterwegs sein wird“, so Traffiq-Sprecher Klaus Linek. Daher habe Traffiq die Fahrtzeit so belassen. „Im Zweifel ist die U5 dann pünktlich.“

Linek kündigte an, die tatsächliche Fahrzeit werde Traffiq beobachten. Zum Fahrplanwechsel zum Dezember nächsten Jahres werde sie umgestellt. Ab dann fährt die U5 wohl einige Minuten schneller.

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