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Tafel in Frankfurt Frankfurter Tafel hilft allen

Die Frankfurter Tafel schließt ein Vorgehen wie bei den Kollegen in Essen aus. Konflikte bei der Essensausgabe gebe es auch in Frankfurt, allerdings in normalen Maße.

25.02.2018 10:16
Frankfurter Tafel Ausgabestelle Niederrad, Frankfurt, Bild x von 15
Helferin der Frankfurter Tafel bei der Arbeit. Foto: Michael Schick (Michael Schick)

Die Frankfurter Tafel schließt ein Vorgehen wie bei den Kollegen in Essen aus. Das sagte die Pressesprecherin der Tafel, Edith Kleber, auf Nachfrage der FR. „Frankfurt ist eine multikulturelle Stadt. Wir werden so eine Regelung nicht einführen. Der Mensch ist ein Mensch – egal wo er herkommt“, sagte Kleber.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Tafel in Essen nur noch Bedürftige mit deutschem Pass in ihre Kartei aufnimmt. Ein Grund sei, dass gerade Frauen sich von jungen fremdsprachigen Männern abgeschreckt fühlten und der Tafel fernblieben. Das Vorgehen in Essen stößt auf große Kritik bei Politikern, aber auch bei anderen Tafeln.

Die Sprecherin der Frankfurter Tafel berichtet, dass es im normalen Maße auch in Frankfurt Konflikte bei der Essensausgabe gebe. „Die Menschen sind aggressiver geworden“, sagte Kleber, allerdings mit Blick auf allgemeine Alltagssituationen. 

Wenn es Streit oder Konflikte bei der Tafel gebe, rufe man zum Schutz aller die Polizei. Das habe nichts mit der Ethnie des Störenfrieds zu tun. Erst jüngst gab es einen Vorfall mit einem Drogenabhängigen, der nicht wusste, was er tat. Die Beamten halfen.

Im Monat nutzen etwa 15 000 Menschen die Tafeln in Frankfurt und Offenbach. Dazu kommen nochmals 13 000 Personen in sozialen Einrichtungen, die von den Tafeln besucht werden, so die Pressesprecherin.

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