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Straßentheater Abendmahl vor der Alten Oper

Eine Laienspielgruppe stellt vor der Alten Oper das Abendmahl Jesu dar. Mit der Aktion soll auf Ostern aufmerksam gemacht und Gedanken in Gang gesetzt werden.

Das Abendmahl auf dem Opernplatz. Foto: Christoph Boeckheler

Verdutzt bleibt eine Frau vor der Alten Oper stehen als 13 Menschen einen langen Tisch decken. „Was ist das?“, fragt sie amüsiert in die kleine Runde der Neugierigen, die die Szene beobachten und tippt zunächst auf „öffentliches Speeddating“. Weitere Zuschauer vermuten, dass es ein Ratespiel ist.

Nur wenige Minuten dauert die pantomimische Inszenierung. Am Ende wissen die Passantin und auch die übrigen Zuschauer, dass es sich bei der Darbietung um das Abendmahl Jesu handelt. „Stimmt, heute ist Gründonnerstag“, stellt die Frau mit ernsthafterem Blick fest, nachdem sie einen Holzkelch und Weintrauben auf dem Tisch mitten auf dem Opernplatz erkannt hat.

Solche Gedanken in Gang zu setzen, ist auch die Intention der Veranstalter des österlichen Straßentheaters, wie Jutta Rode erklärte. „Wir wollen auf Ostern aufmerksam machen.“ Die Rentnerin aus der Römerstadt hat in der Rolle des Matthäus in der Straßeninszenierung mitgespielt.

Flashmob inszeniert Da-Vinci-Gemälde

Wie die übrigen Teilnehmer aus Frankfurter Gemeinden hat sich die Frau kurzfristig zur Teilnahme am Projekt mit dem Namen „Mahl ganz anders“ entschlossen. Aufgerufen hatte Frank Muchlinsky, Pfarrer und Redakteur der Internetplattform evangelisch.de, der das religiöse Straßentheater bereits vor drei Jahren in Hamburg aufgeführt hat. Für die öffentlichkeitswirksame Visualisierung des Osterthemas erhielt das Stück 2012 den Missionspreis des Vereins Andere Zeiten.

Höhepunkt der Flash-Mob-ähnlichen Darbietung ist eine Szene, in der die Laiendarsteller zu Leonardo da Vincis Gemälde vom letzten Abendmahl erstarren. Das Stück findet ein jähes Ende als die Darstellerin des Judas einen Geldbeutel auf den Tisch wirft und die Szene verlässt.

„Es ist ein emotionales Stück“, sagt Jutta Rode. In der Rolle des Matthäus, der sich von Geldgier losgesagt und Jesus zugewandt habe, sei sie der Osterbotschaft näher gekommen. „An Ostern ist Jesus für uns alle am Kreuz gestorben.“ Besonders freue sie sich deshalb auf Ostersonntag, den Tag der Auferstehung Jesu. Obwohl es Ostern jedes Jahr gebe, seien die Feiertage für die Protestantin ein Anlass, um sich aufs Neue daran zu erinnern, dass etwas Wunderbares für die Menschen passiert sei.

Die Aktion am Opernplatz war zugleich Auftakt zu weiteren Aufführungen des Stückes, die im Laufe des Donnerstagnachmittags an acht Stationen in der Frankfurter Innenstadt stattfanden. Ein Video der Aktion ist ab dem Osterwochenende auf evangelisch.de zu sehen.

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