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Straßen in Frankfurt Frankfurter Straßen werden saniert

Die Stadt Frankfurt saniert in diesem Jahr 74 Straßen. Das Straßenbauamt bekommt für diesen Zweck mehr Geld. Außerdem werden auch acht Brücken erneuert.

Die Straße Am Erlenbruch im Riederwald hat gelitten. Foto: Michael Schick

Bei den Frankfurter Straßen ist es so: Kaum ist die eine geflickt, hat die nächste ein Loch. „Eine Sisyphosarbeit“ sei es, das 1450 Kilometer lange Netz instand zu halten, sagt Michaela Kraft, die seit Jahresbeginn das Straßenbauamt leitet.

Die Erwartungshaltung in der Bevölkerung formuliert ihr Vorgesetzter, Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne), so: „Die Fee soll kommen und alles lautlos und über Nacht erledigen.“ Aber: Ohne Sperrungen und Baulärm gehe es nicht.

Für das Umgestalten von Straßenzügen wie am Taunustor gibt die Stadt 2016 rund 31 Millionen Euro aus. Insgesamt erneuert sie in diesem Jahr 74 Straßen. Teils von Hauswand zu Hauswand wie auf der Großen Friedberger Straße. Teils werden Risse geflickt und Schlaglöcher gestopft, wie sie etwa der Winter hinterlassen hat. Der war in diesem Jahr recht mild. Dennoch sind Schäden in Höhe von rund einer Million Euro entstanden. Denn wenn Regenwasser in Ritzen rinnt und gefriert, zerplatzt der Asphalt.

Um das Straßennetz instand zu halten, hat die Stadt nun erstmals seit Jahren mehr Geld bewilligt. Jahrelang lag der Beitrag bei 15,9 Millionen Euro pro Jahr. Nun sind es 1,5 Millionen Euro mehr. Dies sei ein „Resteüberschuss aus dem Haushalt“, erklärte Majer. Zunächst bewilligt für vier Jahre.

Zu wenig allerdings, um das komplette Netz zu sanieren. Die Stadt schleppt seit Jahren einen Sack von Altfällen mit sich herum. Der ist zwar kleiner geworden: In Zahlen ausgedrückt liegt der Rückstand bei 69 Millionen Euro, drei Millionen weniger als im Vorjahr. Das entspricht aber immer noch 349 kaputten Straßen.

Um sie zu erneuern, müsste mehr Geld her: 1,10 Euro pro Quadratmeter, sagt Kraft, habe die Forschungsgesellschaft für Straßenverkehrswesen als notwendige Investition für den Straßenerhalt ermittelt. Die Stadt gebe nun 82 Cent pro Quadratmeter aus. „Der beste Wert seit Jahren“, hebt sie hervor. Außerdem erneuert die Stadt acht Brücken. Das kostet 12,5 Millionen Euro. Die größten Projekte: In Rödelheim wird die Brücke über die Nidda im Verlauf der Straße Auf der Insel ersetzt (Juni 2016 bis November 2017), ein Behelfsbauwerk ermöglicht die Flussquerung. Auf der Hanauer Landstraße am Neckermanngelände wird die Brücke über die Hafenbahn neu gebaut, von Mai 2016 bis Ende 2018. Fahrzeuge können weiterhin über die Hanauer Landstraße fahren.

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