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Stolpersteine in Frankfurt Stolpersteine erinnern an Zeugen Jehovas

Fünf weitere Stolpersteine werden in Frankfurt an die von den Nationalsozialisten verfolgten Zeugen Jehovas erinnern.

Stolpersteine erinnern in Frankfurt an Verfolgte im Dritten Reich. Foto: peter-juelich.com

Fünf Stolpersteine wird der Künstler Gunter Demnig im Laufe der Woche stadtweit verlegen. Sie sollen an Zeugen Jehovas erinnern, die den Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen sind.

Bereits ab 1934 verhafteten Nazis Mitglieder der Religionsgemeinschaft. In Frankfurt und Umgebung seien 150 von der Verfolgung betroffen gewesen, 15 verloren ihr Leben, teilen die Zeugen Jehovas mit. Für neun Opfer sind in Frankfurt Stolpersteine verlegt worden – bundesweit mehr als 200. Die Zeugen Jehovas, die in den KZs mit einem lila Winkel gekennzeichnet waren, hätten gegen eine Unterschrift frei kommen können. Das hätte aber Verrat und Aufgabe ihres Glaubens bedeutet, so die Gemeinschaft.

Ein Stein wird am Donnerstag in der Hedderichstraße in Sachsenhausen für Oscar Krieg gesetzt. Bis zur Recherche für den Stolperstein galt er als verschollen. Oscar Krieg war acht Jahre interniert – und hat die Tortur nicht überlebt. Einen Tag später wird im Westend in der Palmengartenstraße ein Gedenkstein für Marie Schättle verlegt, die erste Zeugin Jehovas in Frankfurt. Sie habe 1937 in einer Protestresolution an den damaligen Oberbürgermeister Friedrich Krebs die Verfolgung von Jehovas Zeugen und anderen Opfergruppen angeprangert.

Am Samstag wird Demnig einen Stein in Griesheim an der Mainzer Landstraße für Adolf Krämer sowie Steine an der Emser Brücke für das Ehepaar Ernst und Anna Muth verlegen.

Die Patenschaften wurden von Angehörigen und Zeugen Jehovas übernommen.

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