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Stellenmarkt Frankfurt sucht Ärzte und Erzieher

In einigen Berufsgruppen ist es für die Stadt Frankfurt schwer, Personal zu finden. Mit den Vorzügen von Frankfurt wirbt man bei Erziehern sogar in ganz Deutschland.

Das Amt für Straßenbau und Erschließung sucht Bauingenieure, Kita Frankfurt pädagogische Fachkräfte, das Stadtschulamt Büroangestellte. 40 Stellen hat die Stadt Frankfurt derzeit auf ihrer Internetseite ausgeschrieben.

„Eine wachsende Stadt geht auch mit einem erhöhten Stellenbedarf einher“, sagt Christian Ley, der das Personal- und Organisationsamt leitet. Personal dafür zu finden, das klappe in Frankfurt auch so einigermaßen, der Besetzungsgrad liege bei 85 bis 88 Prozent. „Das liegt in einem guten Rahmen, aber es gibt auch immer Bereiche, in denen es sich schwierig gestaltet, geeignetes Personal zu finden.“

Frankfurt umwirbt Erzieher aus ganz Deutschland

Ein Beispiel dafür sind die Aufgabenfelder der Sozialarbeiter. Oder der Erzieher. „Da gibt es eine Konkurrenzsituation im gesamten Bundesgebiet“, sagt Ley. Es gebe einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz, 2013 wurde er auch für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren eingeführt. „Das treibt den Personalbedarf in die Höhe, da konkurriert praktisch jeder mit jedem.“

Mit den Vorzügen von Frankfurt wirbt man bei Erziehern in ganz Deutschland, will sie damit in die Stadt locken. „Wir sind die internationalste Stadt, hier gibt es andere Herausforderungen als in kleinen Kommunen“, sagt Ley. Erzieher, die eine interessante Tätigkeit suchten, würden sich daher eher nach Frankfurt orientieren. Potenziell Interessierte werden auf Werbeveranstaltungen dann nach Frankfurt eingeladen und durch Einrichtungen geführt. „Das läuft ganz erfolgreich“, sagt Ley. „Wir sind da mit Fantasie unterwegs.“

Jobticket  als Anreiz

Auch das Jobticket wird Bewerbern als Anreiz geboten. „Wir versuchen zudem, mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu punkten“, sagt Ley. Bei Änderung der Familiensituation – etwa durch Kinder oder die Pflege von Angehörigen – versuche man, mit Teilzeitmodellen den Angestellten entgegenzukommen. Mehr Geld kann die Stadt dagegen nicht als Lockmittel einsetzen. „Wir können nicht sagen, wir zahlen 200 Euro mehr als in Offenbach, das geht nicht“, sagt Ley. „Es gilt der Tarif des öffentlichen Diensts.“

Aber nicht nur in der Berufsgruppe der Erzieher ist es manchmal schwierig, die Stellen besetzt zu bekommen. Auch bei ärztlichem und technischem Personal. Infektiologen, Kinder- und Jugendmediziner, Neurologen, Psychiater, Zahnärzte – „die Zulassung zum Medizinstudium ist beschränkt und eine fachärztliche Qualifikation nötig“, sagt Ley. Statt ins Stadtgesundheitsamt gingen die Absolventen nach der langen Ausbildung dann lieber in Kliniken und Facharztpraxen. „Die bieten einen finanziellen Rahmen, den wir als Stadt nicht abbilden können.“

Das ist auch bei Architekten und Bauingenieuren das Problem. „Die Stadt baut zwar viel – aber die Privaten auch“, sagt Ley. Und Privatunternehmen seien finanziell ganz anders aufgestellt als die Stadt. „Die können dann auch mal 300 Euro monatlich mehr bieten.“

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