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Städtische Bühnen in Frankfurt Bühnen-Beschäftigte fordern Neubau

Mitarbeiter von Schauspiel und Oper wollen am Willy-Brandt-Platz in Frankfurt bleiben und lehnen mehrere Standorte für die Städtischen Bühnen konsequent ab.

Städtische Bühnen in Frankfurt
Blick aufs Schauspiel Frankfurt. Foto: Peter Jülich

Seit mehr als zwei Jahren wird über sie diskutiert und geschrieben. Jetzt melden sich zum ersten Mal die 1100 Beschäftigten der Städtischen Bühnen in Frankfurt und die Gewerkschaften zu Wort. Sie fordern geschlossen „einen Neubau am bisherigen Standort am Willy-Brandt-Platz“.

Dafür nehmen sie auch eine Interimslösung an anderer Stelle in Kauf. Eine jahrelange Sanierung bei laufendem Betrieb sei für die Belegschaft unzumutbar – sie werde deshalb abgelehnt.

Die Beschäftigten wenden sich auch gegen eine „Zersplitterung“ der Bühnen in mehrere Einheiten an verschiedenen Standorten. Genau diese Aufteilung diskutiert die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen gerade intensiv – so wird über eine Oper im Osthafen nachgedacht.

Aus Sicht der Beschäftigten ist das ein Irrweg. „Wir wollen einen Neubau am Willy-Brandt-Platz, im Herzen Frankfurts, in dem unser Haus zusammenbleibt – ein Haus mit allen Sparten und Werkstätten“, sagt Roland Sittner, Betriebsratsvorsitzender bei den Städtischen Bühnen. Es gebe auch Sorgen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um ihre Arbeitsplätze. „Für uns ist eine Grundvoraussetzung, dass bei einer Erneuerung der Bühnen kein Personal abgebaut wird, sondern die Arbeitsplätze erhalten werden“, so der DGB-Vorsitzende für Stadt und Region, Philipp Jacks.

Aus Sicht der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi müssen die künftigen Bühnen „ihr vielfältiges kulturelles Angebot erhalten“, erklärt der zuständige Verdi-Gerwerkschaftssekretär Volker Koehnen. Auch er hebt hervor, dass die Zukunft der Bühnen „bei gleichem Personal“ gestaltet werden müsse.

Am Montag, 3. Dezember, tritt der Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen GmbH unter dem Vorsitz von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) zusammen, um die Situation zu beraten. In dem siebenköpfigen Gremium sind auch die Beschäftigten mit einem Sitz vertreten.

Opern-Intendant Bernd Loebe und Schauspiel-Intendant Anselm Weber werden im Aufsichtsrat über die schwierige finanzielle Situation ihrer Häuser berichten. In der laufenden Spielzeit müssen beide Sparten ihre Ausgaben um insgesamt 1,2 Millionen Euro kürzen.

Diese Sparvorgabe der Stadt bringt die Intendanten in eine durchaus prekäre Lage. Dem Aufsichtsrat wird dazu ein Quartalsbericht über Einnahmen und Ausgaben vorliegen.

Die Oper verzeichnete in der Saison 2016/2017 eine Auslastung von 85 Prozent der Plätze, in der Saison 2017/2018 waren es bis zum April dieses Jahres 80 Prozent.

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