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Städel-Museum Monet-Ausstellung bricht alle Rekorde

432 121 Besucherinnen und Besucher haben im Frankfurter Städel die Monet-Ausstellung gesehen. Im Herbst folgt die große Jubiläumsschau „Dialog der Meisterwerke“ mit Gemälden aus den renommiertesten Museen der Welt.

Muss man gesehen haben: Claude Monets „Das Mittagessen: dekorative Tafel“ von 1873. Foto: Michael Schick

Mit der Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“ ist das Städel-Museum in eine neue Dimension vorgestoßen. Genau 432 121 Menschen sahen diese Schau, sie war damit die mit Abstand erfolgreichste in der 200-jährigen Geschichte des Hauses. Am Sonntagabend ging „Monet“ zuende, allein am Wochenende waren noch einmal mehr als 20 000 Personen gekommen. Zum Vergleich: Auf dem zweiten Platz der Besten-Liste rangiert die Botticelli-Ausstellung aus dem Winterhalbjahr 2009/2010 mit 367 033 Besucherinnen und Besuchern.

Direktor Max Hollein folgert: „Das Städel ist so beliebt wie nie.“ Mit Monet sei es gelungen, sowohl ein breites Publikum wie auch die Experten zu begeistern. Wieder einmal sei das Museum als Ort der kunsthistorischen Forschung wie auch als „identitätsstiftendes Zentrum der Gesellschaft“ in Erscheinung getreten, „das sich für viele unterschiedliche Zielgruppen öffnet.“

Die Ausstellung „Monet und die Geburt des Impressionismus“ hat aber auch noch andere Rekorde aufgestellt. Zwischen der Eröffnung am 11. März und dem vergangenen Sonntag gab es nicht weniger als 3513 Führungen. Darunter waren 595 für Schulklassen, Kindertagesstätten und Universitäten sowie 2232 Sonderführungen für Gruppen.

Große Jubiläumsausstellung im Herbst

25 Prozent der Besucher nutzten den von der Schauspielerin Diane Kruger gesprochenen Audioguide. Bemerkenswert ist aber auch, wie sich der Auftritt des Museums im Netz entwickelt. Die neu entwickelte Städel App wurde bereits mehr als 25000 mal heruntergeladen.

Der neue, multimediale Online-Vorbereitungskurs, das Monet-Digitorial, zählte bislang mehr als 260 000 Aufrufe. Für dieses Angebot war das Museum mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. Auch die Auftritte des Hauses in den sozialen Netzwerken erfuhren während der Ausstellung einen großen Zuspruch. Nutzerzahlen und Reichweiten steigen.

In den letzten Zügen stecken die Vorbereitungen für die große Jubiläumsausstellung im Herbst. Unter dem Titel „Dialog der Meisterwerke“ werden vom 7. Oktober 2015 bis 24. Januar 2016 Gemälde aus den renommiertesten Museen der Welt mit Höhepunkten aus allen Sammlungsbereichen des Städel zusammengebracht. Die Palette reicht vom Mittelalter bis zur Gegenwartskunst.

Zwei Jahre hat die Vorbereitung dieser einmaligen Schau gedauert. Hier werden sich etwa Jan van Eycks Verkündigung (1434/36) und die Lucca-Madonna (1437) treffen. Aber auch das selten gezeigte Frühwerk des Malers Georg Baselitz wird zusammengetragen – ein Meilenstein der Malereigeschichte des 20. Jahrhunderts. Zur Eröffnung spricht der deutsche Schriftsteller Daniel Kehlmann, dessen Romane wie etwa „F“ (2013), aber auch schon „Beerholms Vorstellung“ (1997) als ironische Kommentare zur Kulturgeschichte gelesen werden können.

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