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Stadtwaldhaus Frühlingsexkursion im Stadtwald

Kinder entdecken beim Auftakt zum Bildungsprogramm „Entdecken, Forschen und Lernen 2018“ die Natur.

Stadtwaldhaus
Die Natur bietet allerlei Gerüche und Düfte. Foto: Rolf Oeser

Toktok, toktok“, schallt das Klopfen des Spechts. „Tirilie“, trällert der Kleiber von einer Eiche herab. Während die Vögel bereits den Frühling einläuten, hat sich über Nacht eine dichte Schneedecke über den Stadtwald gelegt. „Woher wissen wir trotzdem, dass bald Frühling ist?“, fragt Rainer Berg vom Stadtwaldhaus. Benni weiß Bescheid: „Weil die Vögel zwitschern!“, ruft der Siebenjährige. Die Stimmung ist heiter bei der „Frühlingsexkursion“ am Sonntagvormittag: Dem Kälteeinbruch zum Trotz stapfen etwa 25 Stiefelpaare durch die winterliche Landschaft.

Zur Auftaktveranstaltung des Programms „Entdecken, Forschen und Lernen 2018“ stellte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) im Stadtwaldhaus vor dem Spaziergang die Neuheiten im seit 2003 bestehenden Umwelt- und Bildungsprogramm vor. „Am Flugplatz Bonames wird es einen spannenden Kräuterkurs geben“, kündigt Heilig zum Beispiel an. Die Dezernentin weiß, wie sie die Kleinen kriegt: „Dort haben wir eine Wildnisfläche entstehen lassen und beobachten, was ohne menschliches Eingreifen passiert“.

Insgesamt 23 Veranstaltungen wird es unter dem Motto „Offen für alle“ geben. Darunter sind ganz neu das Sportfest „Wildes Grüngürteltier“ im Nordpark und die kulinarische „Waldküche für Familien“ am Naturfreundehaus im Stadtwald dabei.

Benni und die anderen Kinder werfen sich in ihre Skihosen. Die Eltern stülpen ihnen Wollmützen über. Der Schnee hat am Morgen zwar alle buchstäblich kalt erwischt, vom Kommen abgehalten hat er aber die Naturkundigen nicht. Jörn und Olga Lausen sind zum zweiten Mal bei einer Führung im Stadtwald dabei. Die Biologen sind begeistert: „Hier können wir unserer Tochter den Wald in konzentrierter Form näherbringen“, sagt der Vater der kleinen Marie. Die ist ganz beschäftigt damit, jeden Winkel der Umgebung mit einer Lupe zu untersuchen.

Mit Fernrohren beobachten die Besucher Damhirsche und ein neugeborenes Mufflon-Lamm. Gut vier Hektar bewohnen die Tiere im Wildgehege. „Wir hoffen, dass das Lämmchen die Kälte gut verkraftet“, sorgt sich Berg. Der Leiter des Stadtwaldhauses macht seit 25 Jahren Führungen durch den ihm vertrauten Forst. Gekonnt nimmt er die Gäste mit auf eine spielerische Entdeckungstour. Aufgeregt wuseln die kleinen Entdecker um ihn herum. Auf seinen Hinweis schieben sie den Schnee beiseite. Hier finden sie pikant duftenden Bärlauch, dort den giftigen Aronstab. „Mhhh, den Geruch erkenne ich“, sagt die siebenjährige Viola, am Bärlauch schnuppernd, „die werde ich nie verwechseln.“

Im Niddatal, im Stadtwald oder auf dem Berger Rücken – das Programm lockt im kommenden Jahr Naturfreunde an die spannendsten Flecken des Frankfurter Grüngürtels. Eine Programmübersicht mit allen Informationen zu den Veranstaltungen finden
Naturbegeisterte online unter www.frankfurt.de/umweltbildung oder unter Telefon 069 / 212 391 00.

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