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Wohnen in Frankfurt Tel-Aviv-Platz soll belebt werden

Der Tel-Aviv-Platz im Frankfurter Europaviertel soll durch einen mobilen Kiosk und mehr Grün attraktiver werden. In die Planung fließen Wünsche von Anwohnern ein.

Tel-Aviv-Platz
Leere, viel Grau und Bautätigkeiten prägen den Tel-Aviv-Platz. Im kommenden Jahr soll er attraktiver gemacht werden. Foto: Boeckheler

Mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität, ein mobiler Kiosk und vielleicht sogar ein Wochenmarkt – der Tel-Aviv-Platz zwischen Pariser und Schneidhainer Straße soll attraktiv für Anwohner werden. Bis zum Jahresende sollen die Bauarbeiten drum herum abgeschlossen – ab Sommer auch der Rasen des Europagartens betretbar – sein, dann ist es an der Zeit, auch den Tel-Aviv-Platz in seinen finalen Zustand zu versetzen. Anfang 2019 soll mit dem Umbau begonnen werden, der soll sechs Monate andauern.

Eingeflossen sind dabei viele Wünsche von Bürgern – wie Stadt, Investor Aurelis und Gestalter BWP Landschaftsarchitekten am Dienstagabend dem Ortsbeirat 1 präsentierten. Im Norden des Areals, auf Höhe des Rewe-Supermarkts, wird eine kleine Fläche für Außengastronomie bleiben. Dazu kommen Richtung Europagarten Bäume und Sitzgelegenheiten. Die vorgesehene Fläche soll einen anderen Belag bekommen, um die Abgrenzung zu verdeutlichen.

Im Süden rückt die Außengastronomie des italienischen Restaurants weiter gen Europagarten, damit ein Weg an der Fassade frei bleibt. An der Ecke Niedernhausener und Schneidhainer Straße wird die Straße ein Stück zurückgebaut, um Platz für Bäume, Grün und eine Sitzgruppe zu schaffen. Vorgesehen sind lange, weiße Betonformteile, die sich jeweils im Halbkreis gegenüberstehen. Anwohner hatten sich Sitzecken ohne Konsumzwang als Treffpunkt gewünscht.

Der mittlere Teil über dem Europatunnel hat zuletzt für Diskussionen gesorgt. Zwischen Rewe und Restaurant wird nicht, wie von Anwohnern, Ortspolitik und Stadtteilinitiativen gewünscht, ein Supermarkt oder Café entstehen. Aktuell wird dort eine Kindertagesstätte errichtet. Vor der Kita wird es allerdings keine private Fläche geben, sagt Landschaftsarchitektin Corinna Endreß auf die Bedenken eines Anwohners.

Planer denken an Cube

„Dort ist Platz für eine Sitzgruppe, außerdem gibt es einen offenen Bereich, wo ein Markt stattfinden oder ein Kiosk unterkommen könnte“, sagte sie. Die Planer denken dabei an einen sogenannten Cube, solche Pavillons finden sich auch auf der Zeil. „Dann ist für Leben gesorgt.“

Der ganze Platz wird autofrei gestaltet, es gibt im Norden wie im Süden eine Feuerwehrzufahrt. Eventuelle Parkkonflikte mit Eltern, die ihre Kinder zur Kita brächten, werde man erst diskutieren, wenn es sie auch gebe, heißt es vom Amt für Straßenbau und Erschließung. Anwohner haben entsprechende Befürchtungen geäußert.

Fahrradverkehr auf dem Tel-Aviv-Platz ist zugelassen, die Planer setzen dabei auf Rücksichtnahme. Radwege führen südlich von Rewe und nördlich des Restaurants auf den Platz, sie gehen dann sozusagen im Platz auf, was die Planer mit abnehmenden Markierungen zu verdeutlichen versuchen. Bevor es einen zusätzlichen Markt gibt, sagt Quartiersmanagerin Maria Schmedt, solle man im Europaviertel vermehrt für den Wochenmarkt auf der Frankenallee werben. „Viele wissen nichts davon, dabei ist das eine Chance, altes Gallus und Europaviertel näher zusammenzubringen“, sagte sie unter Beifall.

Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD) sieht eher ein ergänzendes Angebot: „Es darf keine Konkurrenz geben, Vernetzung und Kooperation wären wichtig.“

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