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Wohnen in Frankfurt Günstig wohnen im Gallus

An der Weilburger Straße im Frankfurter Gallus entsteht derzeit Frankfurts größtes Mietwohnprojekt. Bis Anfang September sollen dort 422 Micro-Apartments mit Kita und Dachgarten fertiggestellt sein.

Gallus
Bright Side in der Weilburger Straße ist das derzeit größte Wohnungsprojekt in der Stadt. Foto: Christoph Boeckheler

„Das Haus soll standhaft immer sein, bis Missgunst und Hass vergehen, im Moment sieht es aus, als würde euer Haus für immer stehen“, kündigte am Mittwoch ein Ingenieur auf einem Baugerüst stehend vor betongrauer Fassade an. Die Fassade gehört zu dem fertigen Rohbau in der Weilburger Straße. Es ist das derzeit größte Mietwohnprojekt der Stadt.

Südlich der Adlerwerke und parallel zu den Bahngleisen entstehen auf mehr als 10 000 Quadratmetern insgesamt 422 Wohnungen auf sechs Stockwerken. Das Objekt namens „Bright Side“ wird von der Mercurius Real Estate verwirklicht. Attila Özkan, Vorstand der Immobilienfirma, betonte beim Richtfest, in dem rund 250 Millionen Euro teuren Gebäudekomplex befänden sich „alle Wohnformen unter einem Dach“. Die Wohnungen seien von 22 bis 120 Quadratmeter groß.

Ziel sei es, die Bedürfnisse von Studierenden und Pendlern genauso wie die von Familien und Senioren zufriedenzustellen. Das kompakte Format der Wohnungen, erläuterte Özkan, richte sich zum einen an diejenigen, die weniger auf die Größe der Wohnung achteten, sondern vielmehr auf möglichst viele Zimmer.

Zum anderen sollen sogenannte Micro-Apartments jene Mieter ansprechen, die Wert auf „hochwertige Teilmöblierung und gute Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr legen“. Der Mietpreis betrage derzeit 13 Euro pro Quadratmeter. Marcus Gwechenberger, Referent von Planungsdezernent Mike Josef (SPD), betonte beim Richtfest, die Stadt habe unter Hochdruck daran gearbeitet, bezahlbaren Wohnraum entstehen zu lassen. Dementsprechend bezeichnete er den Gebäudekomplex, in dem auch 66 Wohnungen aus dem „Frankfurter Programm für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen“ entwickelt werden, mit ihrem Quadratmeterpreis von 8,45 Euro als „einen super Beitrag zu dieser Aufgabe.“

Dachgarten für alle

Da der Pro-Kopf-Verbrauch an Wohnfläche in den vergangenen Jahren sowohl bundesweit als auch in Frankfurt zunehmend gestiegen sei, begrüße er den Versuch, diesem Trend durch den Bau von kleineren Wohnungen entgegenzuwirken. Im Gegensatz zur Innenstadt, wo eine Vierzimmerwohnung 180 Quadratmeter groß und sehr teuer sei, finde man im „Bright Side“ dieselbe Zimmeranzahl auf fast der Hälfte der Fläche und „dafür bezahlbar“, lobte Gwechenberger.

Anfang September sollen die ersten Mieter einziehen können. darunter auch eine Kindertagesstätte, die im Erdgeschoss mit zwei Gruppen ab drei Jahren sowie zwei Krippen vorgesehen ist. Eine weitere Besonderheit stellt der Dachgarten dar. In luftiger Höhe entfaltet sich ein fantastischer 360-Grad-Panoramablick, der sich vom fernen Taunus über die nahegelegene Deutsche-Bahn-Zentrale bis hin zur Skyline und dem neuen Henninger Turm auf der gegenüberliegenden Main-Seite erstreckt.

Das Beste daran sei, wie Özkan mit umherschweifendem Blick den Anwesenden erklärte, dass der Zugang zum Dachgarten nicht nur einem exklusiven Kreis vorbehalten sei. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden könnten dort sämtliche Bewohner des Hauses heraufkommen, „nicht nur diejenigen, die sich das teuerste Dachgeschoss-apartment leisten können“, berichtete er zufrieden.

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