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Volkstheater Hessen Bühne in Not

Die Linke setzt sich für das Volkstheater Hessen ein. Die Stadt Frankfurt soll sich um eine feste Spielstätte für das Ensemble bemühen, etwa im Höchster Bahnhofsgebäude.

Volkstheater
Bild aus besseren Tagen: 1972 ziehen Liesel Christ und Hans-Jürgen Reinert mit dem Volkstheater in ihre erste feste Spielstätte im Haus der Jugend. Volkstheater Frankfurt Foto: Volkstheater Frankfurt

Das Volkstheater Hessen soll eine feste Spielstätte bekommen. Einen entsprechenden Antrag reicht die Linke zur kommenden Sitzung des Ortsbeirats 6 ein. Der Magistrat möge sich nach passenden Räumen umschauen – und bei der Deutschen Bahn nachfragen, ob das Volkstheater nicht im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude in Höchst unterkommen könnte.

Derzeit tingelt der Verein, der das Erbe von Liesel Christ verwaltet, mit seinen Aufführungen durch die Stadtteile. Ohne feste Spielstätte. Ein mühsames Geschäft. Dabei sind es gar nicht so sehr die Aufführungen, die das Ensemble vor Probleme stellen. Aber die Proben. Eine Theaterprobe verlangt nun einmal ebenfalls nach einem großen Raum mit Bühne und Bühnentechnik. Das Volkstheater hat aber keinen Ort, an dem es sich ausbreiten könnte, auch mal ein paar Sachen liegen lassen zu können.

Hauke Hummel seufzt. Der Volkstheater-Geschäftsführer macht sich Sorgen um die Zukunft. Eigentlich soll der Kulturbetrieb im Bolongaropalast unterkommen. Der wird aber noch über Jahre hinweg saniert. Die Zeit zu überbrücken ist nicht leicht. Zumal der Theaterbeirat der Stadt den Antrag auf Förderung abgelehnt hat. Mal wieder.

Wieder kein Fördergeld

2015 ist das Volkstheater bereits leer ausgegangen. Dann hat die Stadt beschlossen, mehr Geld für die freien Bühnen auszugeben. Doch: nicht für dass Volkstheater. Obgleich die Bühne „seit vier Jahren engagiert und professionell“ Theaterproduktionen stemmt, wie die Linke anerkennt. Und nicht nur die. Mehr als 15 000 Zuschauer haben in den vier Jahren Vorstellungen besucht.

Nun hofft Hummel noch auf Projektmittel, wenn die Stadt schon keine feste Förderung anbieten möchte. Für freie Theater ist das Frankfurter System allerdings nervenaufreibend. „Für Produktionen im ersten Halbjahr 2018 muss man ein Jahr früher den Förderantrag einreichen“, sagt Hummel. Der Bescheid, ob gefördert wird oder nicht, kommt dann aber erst Ende des Jahres. „Wie soll man da kalkulieren?“

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