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Unterliederbach Wohnen, Sport und Kultur unter einem Dach

Erstes Bürgerzentrum des Stadtteils für 2021 geplant. Stadt möchte alte Sport- und Kulturhalle an der Hans-Böckler-Straße abreißen.

Sport- und Kulturhalle in Unterliederbach
Die Sport- und Kulturhalle in Unterliederbach ist marode. Jetzt möchte die Stadt sie abreißen und plant stattdessen zwei neue Gebäude. Foto: Rolf Oeser

Die Unterliederbacher dürfen sich auf ihre erste Begegnungsstätte freuen. Zwei neue Gebäude sollen in der Hans-Böckler-Straße 4 Wohnen, Sport und Kultur verbinden. Den Entwurf für dieses seit langem erwarteten Projekt haben die verantwortlichen Dezernenten und die für Planung und Umsetzung verantwortliche KEG Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft am Freitag vorgestellt.

Der Abriss der alten Halle ist bis Ende 2019 geplant. Danach sollen zwei neue Gebäude errichtet werden. In einem sind Sporträume und eine Kulturhalle mit Bürger-Café auf knapp 700 Quadratmetern geplant. In dem anderen sollen auf mehr als 1000 Quadratmetern bis zu 16 barrierefrei zugängliche Wohneinheiten entstehen. Die Fertigstellung könnte bis 2021 erfolgen.

Für die Umsetzung dieser Pläne braucht es laut KEG-Geschäftsführer Rainer Wrenger aber noch „den einen oder anderen Magistratsbeschluss“. Zumindest Planungsdezernent Mike Josef (SPD), Sport- und Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) sind an diesem Tag in Einigkeit zur Verkündung der frohen Botschaft nach Unterliederbach gekommen.

„Unterliederbach ist ein ganz besonderer Stadtteil“, meint Sport- und Wirtschaftsdezernent Frank, „eine so gut funktionierende Vereinsstruktur ist nicht selbstverständlich.“ Deshalb wolle er auch den Vereinsring Unterliederbach in die Planung einbeziehen. Dadurch solle sichergestellt werden, dass die neue Begegnungsstätte auf deren Bedürfnisse zugeschnitten wird.

Dass in der Neuentwicklung der Sport- und Kulturhalle nun auch Wohnraum eingeplant ist, freut insbesondere Stadtrat Josef: „Dies ist ein wunderbares Beispiel für flächeneffizientes Wohnen.“ Die Mieteinnahmen sollen zusammen mit Fördermitteln der Stadt Frankfurt außerdem die Kosten des Projekts maßgeblich abdecken.

Wie viel das gesamte Projekt kosten wird, will KEG-Geschäftsführer Wrenger noch nicht abschätzen. Dies sei aufgrund der schnell steigenden Baukosten in Frankfurt schwierig. Offizieller Bauherr ist zurzeit das Sportamt der Stadt Frankfurt. Das Grundstück soll aber entweder durch Kauf oder Erbpacht an die KEG übergehen, die dann neuer Bauherr und möglicherweise auch Betreiber der Sport- und Kulturhalle wird.

Sozialdezernentin Birkenfeld sieht in dem Entwurf für die Sport- und Kulturhalle ein „wichtiges Signal“ für die Unterliederbacher. Von 2015 bis 2017 war die Halle als Notunterkunft für Flüchtlinge genutzt worden. Wegen der angespannten Unterbringungssituation sind seit Juli wieder geflüchtete Menschen in der Halle untergebracht. Das habe bei den Stadtteilbewohnern den Eindruck erweckt, die Wiederbelebung der Halle als sozialer Treffpunkt rücke in weite Ferne. „Jetzt gibt es ein Konzept und einen Zeitplan für dessen Realisierung. Unter diesen Vorzeichen werden wir sicher dafür Akzeptanz finden, wenn wir die Halle bei Bedarf noch bis zum Abriss als Notunterkunft nutzen“, hofft Birkenfeld und bedankt sich für die Geduld.

Zurzeit sind dort insgesamt 38 Menschen, darunter 18 Säuglinge, Kinder und Jugendliche, untergebracht.

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