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Unterliederbach Rotdorne kommen weg

Die Stadt saniert die Soonwald- und die Pfälzer Straße. Die alten Bäume weichen bereits im März, neue Bäume kommen im Herbst.

Pfälzer Straße in Unterliederbach
Die Treppe an der Pfälzer Straße in Unterliederbach wird zu einer Rampe. Foto: Rolf Oeser

Die Stadt saniert die Pfälzer und die Soonwaldstraße. Die Details hat das Amt für Straßenbau und Erschließung am Dienstag im Ortsbeirat 6 vorgestellt. Im Juni oder Juli geht es los. 440 000 Euro wird es kosten. „Die Pfälzer Straße ist in desolatem Zustand“, sagt Amtsmann Ulrich Schäfer. Die Pläne für die neue Rampe zwischen Radweg am Liederbach und der Pfälzer Straße hat das Amt bereits vergangenes Jahr vorgestellt.

Eigentlich hätte die Kommune früher aktiv werden müssen. Die Stadt habe aber gewartet, bis die Neubauten an der Verbindung zwischen Königsteiner und Liederbach  fertig gestellt wurden, damit die schweren Baufahrzeuge nicht die neue Straße wieder beschädigen.

Das Amt wird die Pfälzer von Grund auf erneuern. So sollen die Autos nicht mehr auf der Nordseite stehen. Auch die Längsparkstreifen an der Südseite kommen weg. Dafür sollen die Autos senkrecht zur Straße parken dürfen. Statt 35 Stellflächen werden künftig 46 zur Verfügung stehen, sagt Schäfer. Das geht, in dem die Stadt die Fahrbahnbreite von 7,50 auf sechs Meter verkleinert. Auch der Gehweg auf der Südseite soll schmaler werden.

Neue Parkflächen

Der Zustand der Soonwaldstraße ist nicht ganz so wild. Deswegen wird die Stadt dort nur die Decke erneuern, nicht den ganzen Unterbau. Anders aussehen wird sie  dennoch. Auf der Ostseite soll die Fahrbahn näher an den Häusern vorbei führen. Auf der Westseite entstehen neue Parkflächen mit Baumscheiben.

Überhaupt die Bäume. Während an der Pfälzer vier zusätzliche Standorte entstehen, kommen die acht an der Soonwaldstraße weg. Die Stadt setzt dort nur sechs neue Bäume. Die Differenz würde das Grünflächenamt als Ausgleich in die angrenzende Grünanlage setzen. Bislang säumen Rotdorne die Straßen. „Das war lange der klassische Baum für beengte Bereiche“, erklärt Stephan Slachmuylders vom Grünflächenamt.

Die Rotdorne vertragen das Stadtklima aber nicht mehr so gut. Trockenheit und Streusalz setzen ihnen zu. „Wir haben versucht, mit scharfem Beschnitt das Wachstum anzuregen“, sagt Slachmuylders. Das hat aber nicht geklappt. Das Amt müsse die Bäume nach und nach austauschen. „Die vertrocknen uns.“

Bis Monatsende ist noch Zeit. Im März beginnt die Vogelschutz-Periode. „Das wollen wir als Grünflächenamt beachten“, so Slachmuylders, selbst wenn in den Bäumen keine Vögel mehr nisten wollten. Im Herbst wird das Amt die neuen Bäume setzen. Statt der Rotdorne kommt eine Weißdorn-Art, die „straßenverträglicher“ sei.

 

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