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Unterliederbach Kritik an neuem IGS-Standort

Die CDU drängt auf eine weitere Grundschule im Stadtteil, die seit Jahren von der Stadt versprochen ist. Der Ortsbeirat zeigt sich irritiert, nicht über die Verzögerungen informiert worden zu sein.

Schüler
Schüler im Klassenraum (Symbolfoto). Foto: Imago

Der CDU-Stadtbezirksverband Höchst/Unterliederbach hat mit Empörung auf die Nachricht reagiert, dass am Standort der Karl-Oppermann-Schule zunächst eine Integrierte Gesamtschule (IGS) eingerichtet werden soll. „Nachdem die Karl-Oppermann-Schule als Förderschule ausläuft, ist den Unterliederbachern vom Bildungsdezernat versprochen worden, dass die Räume für eine neue Grundschule zur Verfügung gestellt werden. Dies wurde von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen und vom Kultusministerium genehmigt“, betonte die stellvertretende CDU-Vorsitzende Mona Morgenstern.

Eine weitere Grundschule sei für den Stadtteil dringend notwendig. Die beiden bestehenden Karl-von-Ibell- und Walter-Kolb-Schulen seien voll belegt, aus Platzmangel müssten die Schüler auf Container ausweichen. „Dass die neue Grundschule nun nicht zeitnah eingerichtet werden soll, ist ein schwerer Schlag für alle Eltern in den Stadtteilen, deren Kinder das Schulalter erreichen.“

Wie Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) am Freitag ankündigte, wird sich der Bau der neuen Grundschule an der Gotenstraße verzögern, weil dort zum nächsten Schuljahr erst eine IGS eröffnen soll. Diese wird nach spätestens zwei Jahren in Container an der Palleskestraße in Höchst umziehen. In der Zwischenzeit und als Ausgleich würde die Karl-von-Ibell-Grundschule mit Containern erweitert.

Die CDU im Römer kritisiert, dass auf dem Pausenhof der Karl-von-Ibell-Schule bereits eine Containeranlage steht. Trotzdem herrscht dort Raumnot, teilt der CDU-Stadtverordnete Johannes Harsche mit. „Fehlende Schulplätze können nicht in beliebiger Größenordnung durch Pavillonanlagen kompensiert werden.“

Der Ortsbeirat 6 kritisiert, nicht über die neue IGS informiert worden zu sein. „Wir haben vom Bildungsdezernat keine Information über diese Umplanung erhalten, was wir sehr bedauern“, sagte Ortsvorsteherin Susanne Serke. Das Gremium fordert nun Auskunft darüber, wie der Bedarf an Grundschulplätzen in Unterliederbach gedeckt werden soll.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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