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Tiere in Frankfurt Das Bahnhofsviertel hat ein Tauben-Problem

Gewerbeverein und Hauseigentümer wollen gemeinsam das Tauben-Problem im Frankfurter Bahnhofsviertel lösen. Taubenschläge wären eine Lösung, doch sie kosten viel Geld.

Tiere in Hessen
In Taubenschlägen können Tauben Kunsteier untergeschoben werden, um ihre Vermehrungsrate zu senken. Foto: Rolf Oeser

Gewerbeverein und Hauseigentümer im Bahnhofsviertel wollen das Taubenproblem im Stadtteil lösen. Bei einer ersten Veranstaltung unter dem Titel „Die Tauben zerstören unsere wertvollen Häuser, das muss ein Ende haben!“ am Montagabend wurden hierzu Ideen gesammelt. 

Gudrun Stürmer vom Verein Stadttaubenprojekt stellte dabei das Prinzip von Taubenschlägen vor. Sie dienen als Rückzugsort für Tauben, Eier werden allerdings durch Gipseier ausgetauscht, so dass kein Nachwuchs entsteht. „Der Zugang zu den Reproduktionsstätten ist die einzig effektive Methode“, sagt Initiator und Anwohner Oskar Mahler, der sich als Taubenhasser bezeichnet. Vier bis fünf Taubenschläge, bevorzugt in unbewohnten Dachböden, seien im Bahnhofsviertel notwendig, so Stürmer. 

Das Problem: Auch wenn sich alle einig sind, dass Taubenschläge die beste Lösung sind, sieht Claudia Gabriel von der Stabsstelle Sauberes Frankfurt keine Chance, dass die Stadt die Häuser, von denen jedes bis zu 2000 Euro kostet, finanziert. Betrieben würde es über das Stadttaubenprojekt, das die Tauben auch versorgen würde. Damit würde die Zahl erkrankter Tiere reduziert. 

Gemeinsam möchten die Beteiligten nun Ideen zur Finanzierung zusammentragen, etwa durch Beteiligung von Hauseigentümern im Viertel, die ebenfalls von einer taubenfreien Zone profitieren würden. Ortsvorsteher Oliver Strank (SPD) kündigte an, im Ortsbeirat um einen Zuschuss zu werben. Darüber hinaus müssten Anwohner sensibilisiert werden, damit sie etwa wilde Nester meldeten. 

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