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Tel-Aviv-Platz Frankfurt-Gallus Ideen für Tel-Aviv-Platz

Stadtteilpolitiker wollen gemeinsam mit Anwohnern weiter Vorschläge für den für Tel-Aviv-Platz im Gallus sammeln und bei der Stadt Frankfurt Druck machen.

Europaviertel
Der Tel-Aviv-Platz im Europaviertel wirkt derzeit eher trostlos. Foto: Rolf Oeser (Rolf Oeser )

Die Entscheidung ist längst getroffen, die Bagger sind am Werk: Auf dem Tel-Aviv-Platz wird eine internationale Kita für 100 Kinder gebaut, und nicht wie von Anwohnern und Ortspolitik gewünscht, ein Café und ein Biomarkt. „Die Kritik ist, dass es keinen gemeinsamen Treffpunkt gibt“, sagt Ortsvorsteher Oliver Strank.

Daher lädt der SPD-Mann für die Sitzung des Ortsbeirats 1 die Firmen Aurelis Real Estate und Stadtbahn Europaviertel Projektbaugesellschaft (SBEV) ein, um über die Gestaltung des Platzes an der Grenze von altem Gallus und neuem Europaviertel zu sprechen. „Bei der Diskussion um den Tel-Aviv-Platz und generell im Europaviertel geht es immer um die Aufenthaltsqualität“, sagt Strank.

Nun ginge es darum, wie der Tel-Aviv-Platz trotz Kita und ohne Café attraktiver und lebendiger werden könne. Das Zusammentreffen von Anwohnern, Ortspolitik und Investoren soll ein offener Ideen-Austausch werden. „Die Firmen haben Bereitschaft signalisiert, sie wollen ja auch, dass der Platz gut wird“, sagt Strank.

Einfließen sollen auch Überlegungen, die im Herbst 2016 bei einem Ideenworkshop zur Gestaltung des Areals gesammelt wurden. Dort wurde unter anderem mit dem Investor der Kita, der Horn-Gruppe, ein Café und ein Biosupermarkt, diskutiert. Doch das Vorhaben scheiterte laut Eberhard Horn am mangelnden Interesse von potenziellen Betreibern. In das Gebäude über dem Tunnelende zieht daher die englisch-deutsche Kita des Kids-Camps ein, die in der Innenstadt wegen Bauarbeiten weichen musste.

Anwohner hatten sich massiv gegen die Kita ausgesprochen. Sie appellierten in Offenen Briefen an OB Peter Feldmann (SPD), in neuen Wohngebieten wie dem Europaviertel auch Orte der Begegnung zu schaffen, damit sich Alteingesessene und Zugezogene näher kommen. Sie sprachen von einer vertanen Chance, da der Platz sich als Schnittstelle anbiete. „Sie sind auch der Ansicht, dass die Ergebnisse des Workshops nicht genug berücksichtigt wurden“, sagt Strank.

An der an den Tel-Aviv-Platz angrenzenden Schneidhainer Straße dient bereits der Gallus Garten, ein Urban-Gardening-Projekt, als Treffpunkt für Bewohner beider Gebiete. Dort findet jene soziale und generationsübergreifende Durchmischung statt, die beim Städtebau gern gesehen ist. „Man hätte hier eine schöne Achse gehabt“, sagt Quartiersmanager Rudolf Fleckenstein.

Auch Kinderbeauftragter Dirk Schneider hatte sich gegen eine Kita engagiert. „Es ist unglücklich, dass dort eine ideale Möglichkeit ungenutzt bleibt.“ Wenn die Container der ausgelagerten Kita verschwunden sind, soll dort eine Streuobstwiese eine grüne Achse zum Tel-Aviv-Platz und zum Europagarten bilden.

Die Anregungen sollen möglichst schnell, vielleicht als Tischvorlage noch in der Sitzung am Dienstagabend, vom Ortsbeirat verabschiedet werden, damit sie noch vor der Sommerpause auf dem Weg sind.

 

 

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