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Stadtentwicklung in Frankfurt Arthur-Stern-Platz in Rödelheim eröffnet

Im Frankfurter Stadtteil Rödelheim wird der neugestaltete Arthur-Stern-Platz eröffnet. Er ist nach einem jüdischen Kaufmann benannt, der im Dritten Reich fliehen musste.

Rödelheim
Carol und William Froehlich, Sterns Enkel, mit OB Feldmann auf dem neuen Platz. Foto: peter-juelich.com

Vor 15 Jahren stellten Vertreter der Stadt dem Ortsbeirat 7 erstmals Pläne für die Umgestaltung der Westseite des Rödelheimer Bahnhofs vor. Am Mittwoch wurde der für rund 1,6 Millionen Euro neugestaltete Platz nun eröffnet.

Feierlich enthüllte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) das Straßenschild mit der Aufschrift Arthur-Stern-Platz, das sich auf der Freifläche zwischen dem neu angelegten Busbahnhof und dem S-Bahnhof befindet. Der Neubau des Platzes gehört zum Investitionsprogramm „Schöneres Frankfurt“.

Namensgeber des Areals ist der 1899 geborene jüdische Kaufmann Arthur Stern, ein bekannter Bürger Rödelheims, der sich ehrenamtlich im örtlichen Sportverein engagierte. Die Nazis verschleppten ihn ins KZ Buchenwald, 1940 konnte er in die USA fliehen. Zur Eröffnung waren Sterns Enkel, William Froehlich und Carol Froehlich, aus den USA angereist.

Die Fläche des Arthur-Stern-Platzes soll künftig für Veranstaltungen und einen Wochenmarkt genutzt werden. Sie biete Raum für acht bis neun Marktstände, so Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Die Bushaltestellen, die von vier Linien angefahren werden, sind barrierefrei mit der S-Bahn-Haltestelle verbunden. So werde das Umsteigen zwischen Bus und Bahn nun wesentlich erleichtert, sagte Feldmann.

An mehreren Stellen wurden Abstellmöglichkeiten für 152 Fahrräder geschaffen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 58 500 Euro. Besonders in den abschließbaren Boxen nahe der S-Bahn könnten Räder und E-Bikes sicher verwahrt werden, hob Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) hervor.

Wochenmarkt geplant

Eine Esskastanie sowie eine Platane blieben erhalten, elf Bäume hat die Stadt zusätzlich gepflanzt. Sitzbänke unter den Bäumen sollen zum Ausruhen einladen. Zur Breitlacherstraße gelegen entstanden drei sogenannte Kiss & Ride-Parkplätze. Dort können Fahrer kurz anhalten, um Mitfahrer ein- oder aussteigen zu lassen. Zudem gibt es vier Taxistellplätze. Ein anwesender Taxifahrer freute sich über die neuen Stellplätze. Er monierte aber: „Elektroautos sind die Zukunft, da wäre eine Ladestation sinnvoll gewesen.“

Das Engagement, das Bürger im Rahmen der Planungen gezeigt hatten, lobte Feldmann ausdrücklich: „Wir sind auf Anregungen und Vorschläge angewiesen, um die Stadtteile im Sinne der dort lebenden und arbeitenden Menschen zu entwickeln.“ Der Bahnhof Rödelheim sei ein bedeutsamer Knotenpunkt, so der Oberbürgermeister. Allein die drei S-Bahn-Linien verzeichneten 17 000 Ein- und Aussteiger täglich, hinzu kämen etwa 13 000 Menschen durch die Buslinien.

Wie der Wochenmarkt konkret umgesetzt wird und ab wann dieser stattfindet, ist noch offen. Laut Michaela Will, Vorsteherin des Ortsbeirats 7, fordere das Gremium, dass der Markt freitags öffne und das Angebot dem eines klassischen Wochenmarktes entspricht. Will bewertet die Neugestaltung insgesamt positiv, findet aber: „Ob die Umsetzungen alltagstauglich sind, das wird sich jetzt zeigen.“

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