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Sossenheim Blick auf die Geschichte

Der Förderverein beschließt das Festjahr zu 800 Jahre Sossenheim mit einer historischen und einer Kunstausstellung.

800 Jahre Sossenheim
Nicht nur historische Fahnen gibt es zu bewundern. Foto: Christoph Boeckheler

Das Programm zu 800 Jahren Sossenheim geht weiter: Einen Einblick in die Geschichte des Stadtteils erhalten Besucher in den Clubräumen des Volkshauses in der Siegener Straße 22. „Dafür sind in den vergangenen sechs Monaten zahlreiche Exponate vor allem aus den letzten 100 Jahren gesammelt worden“, sagt Organisatorin Uschi Will. Fotografien und Schriftstücke aller Art dokumentieren die Historie, angefangen bei der Schlacht bei Höchst im Jahr 1622 bis heute. 

Außerdem im Fokus der Schau stehen Vereine, bekannte Sossenheimer Persönlichkeiten, die Kirchengemeinde, der Radsport und die Geschäfte, Back- und Gasthäuser, die einst von Sossenheimer Familien betrieben worden sind. Eine große, extra dafür installierte Karte des Ortes weist Ausstellungsgäste auf einstige Betriebe hin. Visuell ergänzt wird die Installation durch eine Fotoreihe, die Bilder verschiedener Gebäude aus früherer und heutiger Zeit nebeneinander in den Vergleich bringt. 

Mit den „Schlaglichtern auf die Sossenheimer Geschichte“ wollen die Veranstalter auch über das Ortsjubiläum hinaus über die Geschichte aufklären. Die zehn großen Info-Tafeln, die sich jeweils unterschiedlichen Themen widmen, sollen nach Ende der Ausstellung an Wohnhäusern des Stadtteils als eine Art Freiluftmuseum angebracht werden.

Es sind aber gleich zwei Ausstellungen, die den dritten und letzten Teil des Jubiläumsjahres bilden. Die Kunstwerke, die in den Räumen der Volksbank ausgestellt werden, reichen thematisch vom Altertum bis zur Neuzeit, erklärt Peter Kullmann, einer der fünf Sossenheimer Künstler, deren teils klassische, teils abstrakt-moderne Bilder gezeigt werden. 

Besonders freue sich der Maler, gemeinsam mit dem befreundeten Künstler Werner von der Born ausstellen zu können, dessen abstrakte Interpretationen vorbiblischer Motive er sehr schätze. Auch Rosemarie Holste, eine der Organisatorinnen, lobt die aus recyceltem Material kreierten Gemälde von der Borns, die auf den Klimawandel und das Konsumverhalten in der Gesellschaft hinweisen sollen. 

„Ob alteingesessen oder neu zugezogen, die Ausstellungen haben für alle etwas zu bieten, die sich für die Geschichte und Kunst des Stadtteils interessieren“, sagt Uwe Serke. Er steht dem Förderverein vor, den die Sossenheimer eigens für ihre große Geburtstagsfeier gegründet haben. Um die Ersterwähnung in einer Schenkungsurkunde des Mainzer Erzbischofs aus dem Jahr 1218 angemessen würdigen zu können. 

Für Uwe Serke wäre es wünschenswert, wenn aufbauend auf den Jubiläumsveranstaltungen ein Heimat- und Geschichtsverein des Stadtteils entstehen würde: „Genug historisches Material haben wir jetzt dafür und ein solcher Verein wäre eine Bereicherung für unseren Ort“. 

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