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Schulen in Frankfurt Schulen im Frankfurter Westen in Not

Das Bildungsdezernat will sich im Ortsbeirat 6 dem Protest der Eltern stellen. Aufreger ist unter anderem die Zukunft der früheren Karl-Oppermann-Schule.

Schulen in Frankfurt
Um die Nutzung der früheren Karl-Oppermann-Schule gibt es Streit. Foto: peter-juelich.com

Es gärt im Frankfurter Westen. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) hat sich für kommenden Dienstag zur Sitzung des Ortsbeirats 6 angekündigt. Sie sollte Zeit mitbringen. Eine ganze Reihe von Eltern wollen sich über die Situation an den Schulen im Ortsbezirk beschweren.

„Das Thema ist für uns noch nicht durch“, sagt etwa Thorsten Kühmann, Elternvertreter an der Karl-von-Ibell-Schule in Unterliederbach. Die stammt aus den 70ern, sei ohnehin als Provisorium gebaut – und platze mittlerweile aus allen Nähten. Drei Klassenzüge hätten dort Platz. Der Stadtteil wächst aber, nicht nur im Neubaugebiet Parkstadt, das quasi direkt auf der anderen Straßenseite liegt. Die Karl-von-Ibell-Schule ist nun vierzügig, Tendenz steigend.

Das Bildungsdezernat hat daher im Schulentwicklungsplan extra festgelegt, dass aus der Karl-Oppermann-Schule (früher eine Förderschule) eine neue Grundschule werden soll. Das würde die Karl-von-Ibell- und auch die Walter-Kolb-Schule entlasten. Allerdings hat das Dezernat den Plan nun um ein Jahr verschoben.

In den Räumen der Oppermann-Schule soll zunächst eine neue IGS für den Frankfurter Westen entstehen. Nach einem Jahr soll sie dann umziehen in die Container an der Palleskestraße in Höchst – dann ist dort das Gymnasium Nied aus- und ins Westend umgezogen. Klingt wie Kabarett. Die Eltern in Unterliederbach können über den ambitionierten Plan nicht lachen. Die Fülle an Variablen macht ihnen Angst. „Wir brauchen eine Grundschule“, sagt Kühmann.

Nicht nur die Unterliederbacher haben Fragen ans Bildungsdezernat. Die Kinderbeauftragte aus Nied ist mit einer ganzen Mängelliste an den Ortsbeirat herangetreten. Kaputte Heizungen, Raumnot, Eltern in Sorge. Auf der Tagesordnung für die kommende Sitzung finden sich auch Anträge zu den baulichen Problemen an der August-Gräser Schule und an der Minna-Specht-Schule in Schwanheim.

Und: An der Robert-Blum-Schule in Höchst fehlen Fachräume, Klassenräume und eine Kantine für eine Ganztagsbetreuung. Die Pavillonanlage der ESB ist alt und reparaturbedürftig und für den Betreuungsbedarf zu klein. An der Berthold-Otto-Schule in Griesheim sind Treppenhäuser, Flure und Klassenräume der Schule in einem beklagenswerten Zustand. sky

Der Ortsbeirat 6 tagt am Dienstag, 16. Januar, um 17 Uhr, Freikirchliche Gemeinde Höchst, Bolongarostraße 110.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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