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Schulen in Frankfurt Peter Pan und ein doppelter Captain Hook

Die Theater-AG des Lessing-Gymnasiums im Frankfurter Westend zeigt eine eigene Version von Peter Pan. Fast ein Schuljahr lang haben die Elf- bis 16-Jährigen dafür geprobt.

Peter Pan Lessinggymnasium
Peter Pan (links) bringt den Kindern das Fliegen bei. Foto: Peter Jülich

Bei Peter Pan rumpelt es auf der Bühne. Die Theater-AG des Lessing-Gymnasiums hat sich für ihre Aufführung über den jugendlichen Helden eine Kulisse aus Kartons ausgedacht. Bei der Probe am Dienstagnachmittag purzeln die widerstandsfähigen Kisten ein ums andere Mal über die Bühne der Aula und verursachen die rumpelnden Geräusche.

Mehr als ein Dutzend Kartons werden immer wieder von den Akteuren über die Bühne getragen oder geworfen und verschieden angeordnet. So dienen sie als Felsen, Piratenschiff, Hocker, Hundehütte oder zur Veranschaulichung von Kampfszenen zwischen den bösen Piraten und Peter Pans Clique.

Dabei werden die Würfel den Gegnern teils entgegen geschleudert. Die angedeuteten Kämpfe gehören zu Carlottas Lieblingsszenen. Die 14-Jährige spielt den Helden. Ursprünglich war die Besetzung als Doppel-Rolle mit ihrem Bruder gedacht, der aber gerade im Ausland weilt.

Das Ensemble probte fast ein Schuljahr lang

Weil lediglich zwei Jungen in der Theater-AG sind, schlüpfen Mädchen auch in die Rolle von Bösewicht Captain Hook, der als Zwillingspaar dargestellt wird. Die 13-jährige Charlotte, eine der beiden Hooks, berichtet über die Besetzung: „Ich bin ein bisschen fieser.“ Ihr Zwilling sei „freundlicher und dominant“.

Fast ein Schuljahr lang haben die Elf- bis 16-Jährigen für die Premiere am heutigen Mittwoch geprobt. Das habe vor allem an organisatorischen Schwierigkeiten gelegen, berichtet Lehrerin Corinna Richter, die mit ihrer Kollegin Mareike Kuntz Regie führt. Klassenfahrten, Auslandsaustausche und weitere Termine hätten mit den Theater-Proben kollidiert. So wurde aus einem 30- ein 20-köpfiges Ensemble.

Ihre Texte zu lernen, sei für die Schüler dagegen kein Problem gewesen, so Richter. „Ich habe kaum gelernt, da kommt man durchs Spielen einfach rein“, sagt Hauptdarstellerin Carlotta. Die zwölfjährige Marie, die einen Jungen aus Pans Gang spielt, pflichtet ihr bei: „Wenn ich die anderen auf der Bühne sehe, weiß ich, was ich sagen muss.“ Beide Mädchen haben bereits Schauspiel-Erfahrung gesammelt. Carlotta war im Vorjahr bei der „Krabat“-Inszenierung am Lessing-Gymnasium dabei, Marie spiele seit der Grundschule. „In anderen Rollen fühle ich mich freier als im echten Leben, sagt sie.

Was sie an dem Stück besonders mag, weiß Vittoria, die im neongrünen Tutu die kleine Fee Tinker Bell verkörpert: „Dass sie nicht erwachsen werden wollen.“ Für die Elfjährige ist es toll, erstmals „auf der Bühne, im Rampenlicht zu stehen“, sagt sie. Carlotta gefällt an der Inszenierung am besten die „Fantasie und Leichtigkeit“. Der 15-jährige Leander, im Stück der Pirat Mister Smee, bekleidet mit Mütze und Ringel-Shirt, sagt: „Es ist ein komplett verrücktes Spiel und es gibt keine Grenzen“.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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