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Schulen in Frankfurt Ärger über Unterrichtsausfall an der Franckeschule

Die Eltern der Franckeschule in Frankfurt wollen demonstrieren, weil nahezu täglich Unterricht ausfalle und es kein Geld für Vertretungslehrer gebe. Das Staatliche Schulamt widerspricht der Darstellung.

Francke-Schule in Bockenheim
Weil das alte Schulgebäude saniert wird, ist die Franckeschule vorübergehend in Containern untergebracht. Foto: peter-juelich.com

Den Eltern an der Franckeschule reicht es: Unterricht falle nahezu täglich aus. Wenn Lehrer fehlten, dann würden Klassen auf andere aufgeteilt. Manchmal müssten die Kinder dann auf dem Boden sitzen, weil gar nicht genügend Sitzplätze im Klassenraum vorhanden seien. „Das kann so nicht weitergehen“, sagt Michael Müller vom Schulelternbeirat. „Es findet überhaupt kein richtiger Unterricht mehr statt.“

Auch sein Kollege aus dem Schulelternbeirat, Christian Hengel, hält die Zustände für „nicht zumutbar“. Es sei kein kleines Problem, sondern ein großes. Wenn mehrere Lehrer fehlten, müssten die Kinder auf die restlichen Klassen aufgeteilt werden. „Da ist dann die ganze Schule betroffen.“ Vertretungslehrer könnten nicht eingesetzt werden, „weil das Geld dafür schon seit Frühjahr aufgebraucht ist“, sagt Müller. „Es wird nicht genügend Budget dafür zur Verfügung gestellt.“ Deshalb wollen die Eltern demonstrieren: am Montag in der zweiten Pause vor der Schule in Bockenheim. „Es muss ein Zeichen gesetzt werden“, sagt Müller.

Die Leiterin des Staatlichen Schulamts, Evelin Spyra, widerspricht den Darstellungen der Eltern. „Es ist einmal vorgekommen, dass Kinder auf dem Boden gesessen haben“, sagt sie. „Aber dafür gibt es keine Notwendigkeit, es sind genügend Plätze da.“ Die Schulleitung habe dem Amt mitgeteilt, es sei alles nicht so, wie die Eltern es schilderten. „Es kommt vor, dass Eindrücke sich unterscheiden“, sagt Spyra.

Mehrere Möglichkeiten zählt Spyra auf, wie die Vertretung organisiert werden kann: Lehrer springen in einer Freistunde ein, Klassen werden aufgeteilt, es wird eine Vertretungskraft eingesetzt. Um die Vertretung bei aufgebrauchtem Budget bezahlt zu bekommen, muss die Schulleitung einen Antrag einreichen. „Jeden Monat gehen bei uns solche Anträge von Schulen ein, und wir bezahlen das“, sagt Spyra. Der Antrag auf Mehrbedarf von der Franckeschule sei vor kurzem gestellt worden, und „die Schule wird selbstverständlich das bezahlt bekommen“.

Für sie „scheint es in der Kommunikation zwischen Eltern und Schulleitung Missverständnisse gegeben zu haben“, sagt Spyra. Deshalb will das Amt mit Eltern und Schulleitung noch vor der Demonstration einmal sprechen. Darüber hinaus, sagt Spyra, überarbeite die Schulleitung gerade in Zusammenarbeit mit der Behörde das Vertretungskonzept der Franckeschule.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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