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Schule in Frankfurt Platznot an der Michael-Ende-Schule

Ab dem neuen Schuljahr gibt es für die neuen Grundschüler an der Michael-Ende-Schule in Rödelheim nicht genügend Klassenräume. Eltern zweifeln, dass wenigstens im Herbst Container aufgestellt werden.

Schulen in Frankfurt
Manche Fachräume mussten bereits in Klassenzimmer umgewandelt werden. Foto: peter-juelich.com

Für die Michael-Ende-Schule in Rödelheim wird es eng – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Derzeit gibt es im Gebäude der Grundschule gerade genügend Räume, um für jede Klasse ein Klassenzimmer zu haben. „Wir sind am Rande unserer Kapazität“, sagt Schulleiter Stefan Franz. „Wir haben bereits die Fachräume umgewandelt, um alle Schüler unterbringen zu können.“

Dass im kommenden Schuljahr die Zahl der Schüler erneut steigen wird, stellt die Schule vor ein ernsthaftes Problem. Für mindestens eine weitere Klasse muss nach den Sommerferien ein Raum gefunden werden. Mit den bisherigen Möglichkeiten der Schule ist das nicht zu schaffen: „Wir haben keine Perspektive für eine Lösung und definitiv keinen Platz für zusätzliche Klassen“, sagt Franz.

Neu ist dieses Problem nicht. Laut Julia Riemann, Vorsitzende des Schulelternbeirats, war bereits 2016 eine Erweiterung der Schulräume durch Container geplant. „Der Platzmangel ist seit mehreren Jahren ein Dauerbrenner“, sagt Riemann. „Eine Containererweiterung wurde schon mehrfach versprochen, doch nie umgesetzt.“

Auch der Mitte 2017 für dieses Frühjahr zugesagte Containeranbau wurde durch das Amt für Bau und Immobilien erneut auf nach den Herbstferien 2018 verschoben – wo die Schüler bis dahin untergebracht werden sollen, weiß bisher niemand.

„Wir sind uns des Problems bewusst und führen derzeit entsprechende Gespräche“, sagt Claudia Kirchner vom Amt für Bau und Immobilien auf Nachfrage der Frankfurter Rundschau. „Der Plan sieht vor, dass die neuen Container nach den Herbstferien bezogen werden können.“

Die Baugenehmigung hierfür sei Ende 2017 erteilt worden, aktuell laufe die Ausschreibung für den Bauauftrag. Fragen nach konkreten Plänen für die Unterbringung der Schüler bis zur Fertigstellung und den Gründen für die Verzögerungen konnte das Amt nicht beantworten.

„Ich weiß nicht, ob man sich vorstellt, die Kinder auf dem Schulhof zu unterrichten“, sagt Riemann. Die Schüler würden nach den Sommerferien und nicht erst nach den Herbstferien ihre Klassenzimmer benötigen. Zudem sei der Schulelternbeirat inzwischen sehr skeptisch, ob der Zeitplan der Behörde diesmal eingehalten werden könne. „Mit der Vorgeschichte muss man ja fast davon ausgehen, dass es wieder nicht klappt.“

Zudem müsse die Schule insgesamt vergrößert werden, da in den kommenden Jahren durch den Wohnungsbau mit noch mehr Schülern gerechnet werden müsse. „Es ist schon bitter für das Schulsystem, dass unsere Mindestforderung inzwischen ist, wenigstens einen Klassenraum für unsere Kinder zu haben“, sagt Riemann.

Auch Schulleiter Stefan Franz macht deutlich, dass die derzeitigen Planungen nicht ausreichend seien: „Wir brauchen dringend einen Container zu Anfang des Schuljahres.“ Bei der Behörde selbst ist man davon überzeugt, diesmal im Zeitplan zu bleiben und eine Lösung für die Übergangszeit zu finden. Mit dem Baubeginn der neuen Container sei im Sommer zu rechnen. „Wir sind guter Dinge, dass es klappt“, sagt Claudia Kirchner.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Schulen in Frankfurt

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