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Rödelheim Selbst am Stadtrand kriegt man alles

Gewerbetreibende und Anwohner in der Lorscher Straße und der Radilostraße loben den Mix an Geschäften im Frankfurter Stadtteil Rödelheim.

Özlem Ortells
Inhaberin Özlem Ortells verkauft Kaffee, Kuchen und Dekoartikel. Foto: Rolf Oeser

Schon beim Betreten des Ortells in der Lorscher Straße 13 hört man fröhliches Gelächter. In dem gemütlichen Laden, der den Verkauf von Geschenk- und Deko-Artikeln mit Cafébetrieb vereint, feiert eine Frau mit ihren Freundinnen Geburtstag. Bei Ortells finden Kunden neben Wohnaccessoires, Schmuck, Papeterie-Produkten, Büchern eine großen Auswahl an Kuchen, frischen Gorilla-Kaffee aus Frankfurt sowie Dips und Chutney.

Herzlich empfängt Özlem Ortells ihre Kunden hinter der Kuchentheke. „Das Ortells soll ein Ort für die Rödelheimer sein, an dem sie sich wohlfühlen“, erläutert die 46-Jährige ihr Konzept. Zwar ist die gelernte Erzieherin in Höchst aufgewachsen. Aber für ihren Mann José Ortells, „ein Rödelheimer Bub“ und Architekt, zog sie vor Jahren in den westlichen Stadtteil. Lange plante das Ehepaar „etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen“.

2011 eröffnete die beiden dann ihren ersten Laden – zunächst in Alt-Rödelheim 23. „Die Fläche war aber zu klein, und es gab es zu wenig Laufkundschaft“, erklärt Özlem Ortells. Als sich 2015 die Gelegenheit bot, ein größeres Geschäft zu bezahlbaren Konditionen in der Lorscher Straße zu mieten, zog das Paar mitsamt Architekturbüro dorthin. „Hier ist viel mehr los“, sagt die Inhaberin erfreut.

Läden wie das Ortells tragen deutlich zur Belebung des Einzelhandels in Rödelheim bei, lobt Robert Staffetius, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Rödelheimer Geschäftsleute. „Das Ortells hat sich zu einer wunderbaren Begegnungsstätte entwickelt“, findet er. Staffetius schätzt die gute Mischung an inhabergeführten Läden in der Lorscher- und Radilostraße, Rödelheims große Einkaufsstraßen. Er sagt aber auch: „Wir müssen darauf achten, dass dieser Mix bestehen bleibt und nicht weiter abwandert.“ Staffetius denkt an den Bäcker Huck und den Metzger Heinrich. Beide haben ihre Produktionsstätte bereits an andere Orte verlegt. Der Verkauf ist aber in Rödelheim geblieben.

„Hier im Stadtteil habe ich in Laufnähe alles, was ich brauche“, lobt Ulrike Mühlen. Die 70-Jährige lebt seit 2000 in Rödelheim. „Wenn ich unterwegs bin, treffe ich meist Bekannte oder Nachbarn. Und meine Besucher sind oft überrascht, welche Vielfalt an Läden es gibt, obwohl Rödelheim am Stadtrand liegt.“ Neben zahlreichen Supermärkten gibt es Apotheke, Metzger, Autohaus und Fahrradladen sowie Geschäfte für Luftballons, Hörgeräte, Bekleidung, Elektrogeräte, Blumen, Gartenbedarf und japanische Lebensmittel.

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