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Rödelheim Punk, Rock und Politik im Park

Beim ehrenamtlich organisierten Parkfest stellen sich auch viele Initiativen vor.

Rödelheimer Parkfest
Seifenblasen zum Konzert von Kashooga beim Parkfest. Foto: Rolf Oeser

Ein Markenzeichen des „Rödelheimer Parkfestes“ im Solmspark ist die live gespielte Gitarrenmusik. Punk und Rock sind seit Jahren feste Bestandteile des Festes. Mit Ska kommen noch Blasinstrumente hinzu. Auch am Samstag dröhnen Musikfetzen durch die hohen Bäume in die Nachbarschaft. Zum 28. Mal wird das ehrenamtlich organisierte Fest gefeiert. Veranstalter ist die Jugend- und Kulturinitiative Rödelheim sowie das benachbarte kleine Kulturzentrum „Raumstation“.

Engagierte Rödelheimer stellen ihre vielfältigen, politischen Initiativen vor und machen auf ihre Aktionen aufmerksam. Darunter sind die Frankfurter Ortsgruppe des Vereins „Die Tierbefreier“, die ihre Räume in Rödelheim hat und vegane Hotdogs verkauft, das besetzte Haus und Kulturzentrum „Au“, die Gruppe „Rödelheim Solidarisch“, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzt sowie ein Gemeinschaftsgartenprojekt am Niddaufer, einige hundert Meter flussabwärts. Die Sportjugend hat einen Stand mit Dart und Tischkicker aufgebaut. Unter einem Pavillon spielen Jugendliche Schach und das Kartenspiel Uno.

Anna Steenblock von der Initiative „Rödelheim Solidarisch“, steht vor einer Karte des Quartiers, auf der neuralgische Punkte mit überteuerten Mieten sowie alternative Standorte „zu gewinnorientiertem Wohnen“ markiert sind. Die Gruppe bietet zweimal monatlich im sozialen Zentrum „Centro“ einen offenen Treff an.

Ugandisches Essen

Am frühen Abend haben sich an den Essens- und Getränkeständen längere Schlangen gebildet, besonders beim ugandischen Essen sowie am Grillstand vor der Raumstation auf der gegenüberliegenden Straßenseite müssen Besucher geduldig sein. Nebenan bauen die Flohmarktverkäufer langsam ihre Stände ab. „Die Rödelheimer sind ein angenehmes Völkchen, irgendwie noch authentisch“, sagt Uschi, die ihren Nachnamen nicht in der Zeitung lesen möchte. Die 59-Jährige, die vor einem Jahr ins Quartier gezogen ist, ergänzt, ihr gefalle die „Mischung aus locker, sehr sozial und bodenständig“. Sie lobt die Atmosphäre des „unkommerziellen Festes“, während auf der Bühne ein Redner das Projekt „Seebrücke“ vorstellt, das sich für die Rettung von Geflüchteten im Mittelmeer einsetzt.

Die Pause zwischen den Auftritten zweier Bands nutzen eine Handvoll Kinder und Erwachsene, um sich mit Farbpulver zu bewerfen. Auch Uschi bekommt etwas ab. Ihr Tischnachbar Michael Ghitescu bleibt von dem Pulver verschont. Die beiden sind gerade ins Plaudern gekommen. Für den Hausener ist der Besuch des Parkfestes seit Jahren Pflicht. Dem 64-Jährigen, selbst Musiker, haben es besonders die Bands angetan, die beim Fest auftreten. „Ich finde es klasse, wenn Leute selbst was machen“, sagt Ghitescu.

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