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Radroutennetz in Frankfurt Schilder für Radler

Die Stadt Frankfurt eröffnet das Radroutennetz in Hausen und Rödelheim. Jährlich soll ein weiterer Stadtteil für Fahrradfahrer beschildert werden.

Schilder
Die Leiterin des Straßenbauamts Michaela Kraft (links) und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling enthüllen die neuen Schilder für Fahrradfahrer am Arthur-Stern-Platz. Foto: Christoph Boeckheler

Ein fester Ruck. Schon fallen die Hüllen und offenbaren am Kreuzungspunkt Westerbach-/Breitlacherstraße am Rödelheimer Bahnhof die Radwegestrecken zu Zielen in allen Himmelsrichtungen. Die gestrige Schilder-Enthüllung unter der Federführung von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) war die offizielle Freigabe für das Netz in Rödelheim und Hausen.

„Nachdem der Frankfurter Westen mit Ausnahme von Goldstein komplett erschlossen ist, sind wir nun quasi über die Autobahn gesprungen und bewegen uns über Rödelheim und Hausen in Richtung Norden“, sagte der Verkehrsdezernent. Voraussichtlich noch vor Jahresende werden auch in Praunheim die typischen grün-weißen Schilder Radfahrern den Weg weisen. „Unser Ziel ist es, bis zum Ende der Wahlperiode jeden Monat mindestens einen Stadtteil zu beschildern“, kündigte Oesterling an. Nach dem Norden solle der Osten folgen. „Zum Schluss nehmen wir uns die schwierigsten und kompliziertesten Stadtteile vor: Sachsenhausen und die Innenstadt.“

In Rödelheim hat das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) gut 200 der Hinweisschilder an 117 Standorten aufgestellt. An der Kreuzung am Arthur-Stern-Platz ist nun abzulesen, dass der Weg von dort in die Innenstadt sieben Kilometer lang ist – und nach Höchst sechs Kilometer. Dahinter stecke ein ausgetüfteltes System, „das den Radfahrer sicher lenken soll und er dem Weg intuitiv folgen kann“, erläuterte Amtsleiterin Michaela Kraft.

Künftig zwei Bautrupps

Für die Planung der Beschilderung ist das Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung zuständig – in Abstimmung mit dem Radfahrbüro. Das ASE lässt die Schilder anfertigen und aufstellen. Um den ehrgeizigen Fahrplan bis 2021 einzuhalten, setzt die Stadt künftig zwei statt einem Bautrupps ein. Das Gesamtprojekt wird mit 675 000 Euro veranschlagt.

Vor 2,5 Jahren machten Sindlingen und Zeilsheim den Anfang. „Der Main-Taunus-Kreis war zu dem Zeitpunkt bereits flächendeckend ausgeschildert, sodass wir unser Netz daran anschließen wollten“, sagt Oesterling. Durch die Installation der Wegweiser werden zudem „einige Lücken in den Radwegeverbindung geschlossen“, betonte der Dezernent: „Es macht ja keinen Sinn, wenn ich mich auf den langen Weg nach Fechenheim mache und nach zwei Kilometer ist der Radweg zu Ende.“

Auch für Bertram Giebeler, verkehrspolitischer Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Frankfurt, sind diese „Lückenschließungen ein wichtiger Effekt. Durch die Erschließung werden für Radfahrer unsichere und gefährliche Stellen offensichtlich. Das setzt die Stadt unter Zugzwang“. Der ADFC begrüße die Beschilderung als „sinnvolle Orientierungshilfe“. Wichtig sei, das System zu pflegen „und für die Schilder ein elektronisches Kataster anzulegen“, so Giebeler. „Wenn ein Schild kaputt geht oder besprüht wird, muss es rasch ersetzt werden.“

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Radfahren in Frankfurt und Rhein-Main

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