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Mordfall Tristan Brübach Gedenken an Tristan Brübach

Das Grab des 1998 ermordeten Schülers Tristan Brübach wird abgeräumt. Dafür entsteht eine neue Erinnerungsstätte.

Mord an Tristan Brübach
Im Liederbachtunnel wurde Tristans Leiche gefunden. Foto: Rolf Oeser

An den vor 20 Jahren ermordeten Schüler Tristan Brübach soll künftig ein Gedenkstein auf dem Friedhof Höchst erinnern. Sein Grab wird – wie bei Ruhestätten dieser Art üblich – demnächst abgeräumt. Das bestätigte am Montag das Grünflächenamt.

Tristans schrecklich zugerichtete Leiche war am 26. März 1998 im Liederbachtunnel am Höchster Bahnhof gefunden worden. Kaum ein Verbrechen beschäftigte die Frankfurter in den vergangenen Jahren mehr. Zumal der Mörder immer noch nicht gefunden wurde.

Bestattet ist Tristan auf dem Friedhof Höchst in einem sogenannten Erd-Reihengrab, und das wird im Frühling, also 20 Jahre nach der Beerdigung, abgeräumt, wie Thomas Bäder vom Grünflächenamt im Gespräch mit der FR erklärte. Anders sähe das bei einem „Wahlgrab“ aus. Da könnten die Angehörigen nach 20 Jahren eine (kostenpflichtige) Verlängerung beantragen. Doch enge Verwandte hat Tristan nicht mehr. Seine Mutter starb früh, sein Vater im Jahr 2015.

Kleine Gedenkstätte am Schlossplatz

Dafür gründete sich eine Initiative, die Tristan ein würdiges Andenken erhalten will. Mit den Mitgliedern setzte sich Bäder nun an einen Tisch und traf eine Einigung: Zwar bleibt das Grab nicht bestehen. Dafür aber soll knapp 100 Meter weiter ein eigener Gedenkort für den Schüler errichtet werden. Dazu sollen der Grabstein und auch eine Platte mit einem Engel von einem Steinmetz versetzt werden, wie Thomas Bäder im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau erklärte.

Die Kosten übernimmt die Initiative, die Wiese rund um den Stein soll das Grünflächenamt pflegen. Eine weitere kleine Gedenkstätte für Tristan existiert bereits am Höchster Schlossplatz.

Mörder bislang nicht gefunden

Derweil schwindet von Jahr zu Jahr die Hoffnung der Polizei, den Täter doch noch zu finden. Im Frühling 2016 schien es plötzlich möglich zu sein, den Fall aufzuklären. Zumindest gab es einen Anfangsverdacht gegen den Serienmörder Manfred S. aus Schwalbach, der 2014 verstorben war. Doch Experten zweifelten schnell an dieser These.

S., so ergaben die Ermittlungen, hatte in den Jahren zuvor vor allem Prostituierte getötet. Ein 13 Jahre alter Junge passte nicht in dieses Schema. Anderthalb Jahre, nachdem S. als möglicher Täter genannt wurde, ließ die Polizei diese Theorie offiziell fallen. Seitdem gibt es im Internet wieder eine Öffentlichkeitsfahndung nach Tristans Mörder. Ausgelobt ist eine Belohnung von 20.000 Euro.

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