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Mädchenmonat in Griesheim Mehr Girlpower in Griesheim

Beim Fußballturnier zeigen Sportlerinnen Teamgeist. Der Griesheimer Mädchenmonat soll den Kampfgeist in allen Lagen stärken.

Fußball in Griesheim
Die Mädchen liefern sich packende Duelle. Foto: Christoph Boeckheler

Mädchen müssen sich nicht verstecken, vor Nichts und Niemandem – das ist die Botschaft des Mädchenmonats in Griesheim. Beim Fußballturnier am Dienstag haben die Mädels gezeigt, wie dieses Selbstbewusstsein in der Praxis aussieht. Sie haben gekickt, gebrüllt, Teamgeist gezeigt. Wie echte Mädchen eben.

Das Team Power Girls lässt sich auch von einer Niederlage in der ersten Runde nicht die Laune verderben. „Die anderen waren ja viel größer und trainierter. Wenigstens haben wir ein Tor geschossen“, analysiert die zehnjährige Nazira das 1:3. Ihre „BFF“ (best friends forever) Melek hat das Tor für ihr Team geschossen und die Strategie für das nächste Spiel parat: „Den Sieg holen!“ 

„Die Mädchen genießen den Raum unter sich“, sagt Sonja Schindler, „Sie werden forscher, wehren sich und vertrauen sich einander an.“ Schindler ist Teil der Teamleitung von IB fema, dem Mädchen- und Frauentreff in Griesheim. Der Treff gehört zusammen mit neun weiteren Initiativen zum Mädchenarbeitskreis Griesheim, der den Monat jedes Jahr organisiert.

Schindler pfeift das nächste Spiel an, für die Power Girls geht es wieder auf das improvisierte Feld hinter dem Kinder- und Jugendbüro der evangelischen Gemeinde. Am Spielfeldrand steht die zwölfjährige Sara vom MFC Kickers und beobachtet ihre Mitspielerinnen. Die Zwölfjährige mit Sportkopftuch kommt aus dem Gallus zum Training jeden Freitag nach Griesheim. „Ich liebe Sport und spiele sehr gern Fußball, ob im Hof oder mit der Mannschaft“, sagt sie. Dabei müsste es ja Mädchenschaft heißen.

Zwei Dutzend Mädchen kämpfen an diesem Tag um den Sieg. Carla Naumann vom Kinder- und Jugendbüro der evangelischen Gemeinde und Sonja Schindler von IB fema wollen die Mädchen mit solchen Veranstaltungen ermutigen, ihren Kampfgeist in jeder Lebenslage zu zeigen. Entsprechend freut sich Schindler über Akte des Widerstands: „Jedes Mal, wenn die Mädchen irgendwo einen dahingeschmierten Penis sehen, kleben sie einen Viva la Vulva-Sticker daneben.“ 

Am Internationalen Mädchentag am 11. Oktober geht es dann auf die Straße zum Frankfurter „walk of g!rls“, um mit selbstentworfenen T-Shirts, Schildern und Schlachtrufen die Stadt zu erobern.

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