Lade Inhalte...

Kinder-Uni in Frankfurt Magisches Wissen aus Hogwarts

Am dritten Tag der Frankfurter Kinder-Uni lernen die Studierenden Wahres und Zauberhaftes über Pilze.

16. Frankfurter Kinder-Uni
Hexe McMushroom alias Meike Piepenbring spricht über Pilze. Foto: Michael Schick

Wenn die Professorin Meike Piepenbring von der Muggel- in die Zaubererwelt wandert, heißt sie Professor McMushroom und trägt einen großen schwarzen Hexenhut. „Magische Pilzkunde: eine Schulstunde auf Hogwarts“ heißt das Fach, das sie gestern an der Kinder-Uni in der Goethe-Universität unterrichtet hat. Dafür hat sie sich vorher in der Zauberschule Durmstrang ausbilden lassen. Ihre Abschlussarbeit hat sie über einen Pilzreaktor geschrieben und selbstverständlich mit einem O wie Ohnegleichen bestanden, einer glatten Eins in der Zauberwelt.

Die Geschichte von Harry Potter ist auch bei der jungen Generation noch sehr angesagt. Aus der Klasse 6d der Pestalozzischule Idstein haben fast alle die Bücher gelesen oder zumindest die Filme gesehen, sagt Klassenlehrerin Weigert. Und natürlich würden alle Kinder viel lieber in Hogwarts zur Schule gehen. „Aber wir sind doch fast Hogwarts“, wirft die Lehrerin ein. „Stimmt, wir haben ein Schloss“, sagt eine ihrer Schülerinnen: „Aber wir haben keinen dreiköpfigen Hund.“

Als der Audimax voll besetzt ist, geht die magische Vorlesung los. Das wahre „Muggel-Wissen“ und das Magische vermischen sich oft. Aber mit einem Quiz am Ende versucht die Professorin Klarheit zu schaffen. Ist verschimmelter Kaffee tatsächlich gute Medizin? Natürlich nicht, bitte auf keinen Fall trinken. Gibt es leuchtende Pilze in echt? Ja, sie leuchten neongrün in der Dunkelheit. Und Pilze, die Halluzinationen hervorrufen? Gibt es auch, dürft ihr aber auf keinen Fall probieren.

Kleiner Harry-Potter-Experte entdeckt Fehler

Viele Fotos illustrieren die Vorlesung über lustige und gefährliche Pilze, magic mushrooms, sogenannte Dickfußröhrlinge, Ohrenlappenpilze, Stinkmorcheln und Hexenringe. Allerdings sind die Pilze oft sehr unansehnlich. Bilder von einer Champignonzucht auf einem Kompost und Schimmelpilz auf dem Pausenbrot - „Iiiih“ kreischen alle angehenden Hexen und Zauberer durch den Saal. Selbst eine harmlose Pizza Funghi erregt im ersten Moment Ekel-Aufschreie.

Die lautesten Igitt-Rufe ernten die Fotos von Insekten, die von Pilzen befallen sind. „Die Fliegen, Heuschrecken, Ameisen und Spinnen klettern dann, kurz bevor sie an dem Pilzbefall sterben, in die Höhe“, doziert Professorin McMushroom: „Deshalb heißt das auch Wipfelkrankheit. Der Pilz belegt die Insekten mit einem Imperius-Fluch, der sie zum Hochklettern zwingt. Hoch oben kann der Wind nämlich die Pilzsporen weiter tragen und neue Opfer finden.“ Der letzte Teil ist natürlich nur wieder halb muggelwahr.

Die Kinder haben gut aufgepasst. Der 11-jährige Joshua hat als Harry-Potter-Experte sogar einen Fehler im Vortrag bemerkt: „Auroren sind gar keine Helden, die einfach so mit Drachen kämpfen, sondern die Zaubererpolizei, die dem Ministerium unterstellt ist.“

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen