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Jugendhäuser in Frankfurt Mit dem Kajak über die Nidda paddeln

Mit Freunden treffen, chillen und gemeinsam Ausflüge machen: Das AWO-Jugendhaus Hausen ist bei seinen Besuchern beliebt. Vor allem das große Vertrauen zu den Mitarbeitern wissen viele Jugendliche zu schätzen.

Jugendhaus Hausen
Der 20-jährige Bilal kommt seit sechs Jahren regelmäßig ins Jugendhaus Hausen. Foto: Peter Jülich

Die fünf jungen Männer sitzen auf Stühlen vor dem Jugendhaus. Sie brauchen erst mal eine Pause vom Playstation spielen. Kurz zuvor gab es noch heiße Duelle in Fifa, dem Spiel was wohl in so gut wie jeder Jugendeinrichtung zu finden ist. Das Wetter an diesem Nachmittag ist sonnig und ein Aufenthalt im Freien angenehm. Das Gelände, das dem Jugendhaus in Hausen nahe des Brentanobads zur Verfügung steht, ist grün und von Bäumen umringt. Hier lässt sich im Sommer gut die Zeit nach der Schule verbringen.

Das finden auch Robell, Jonas, Suthan, Domenik und Abdel. Die eingangs erwähnten jungen Männer schätzen die Einrichtung nicht nur wegen der vorhandenen Playstation. „Man ist unter sich und kann einfach mit Freunden chillen“, sagt Domenik. Alle fünf sind über 18 Jahre alt und gehören schon zur ältesten Zielgruppe des vom AWO betriebenen Jugendtreffs. Sie sind zudem der Grund, warum die Einrichtung auch immer samstags von 18 bis 22 Uhr geöffnet hat. In der Woche kommen die Fünf auch regelmäßig und bleiben, bis der Treff schließt – was häufig erst um 22 Uhr ist.

Die tägliche Routine ist bewährt. Die Kinder und Jugendlichen klingeln am Eingang, dann wird das Gartentor geöffnet. Jeder der kommt, meldet sich kurz im Büro, in dem an diesem Tag Vanessa Schunter und Jochen Wöhle sitzen. Nach einer kurzen Begrüßung verteilen sich die Gäste. Es gibt einen großen Raum und zwei angrenzende kleinere Zimmer. Im großen steht die Playstation, ein Billardtisch, Airhockey und einige Computer.

An einem der PCs sitzt der 20 Jahre alte Bilal. Er sei alle paar Wochen im Jugendhaus und besucht die Einrichtung in der Ludwig-Landmann-Straße seit sechs Jahren regelmäßig. „Es herrscht ein großes Vertrauen zwischen uns und den Mitarbeitern“, sagt er. Heute muss er einige Dokumente am Rechner ausdrucken, erklärt er und arbeitet weiter.

Der Jugendtreff ist halt nicht nur Spaß. Wer Probleme hat, kann sich immer an die Betreuer wenden. Wer Hilfe mit Bewerbungen braucht, ist dort auch richtig. In einen der angrenzenden Räume können sich die Kinder und Jugendlichen zurückziehen, wenn sie Hausaufgaben zu erledigen haben. Dann darf ausnahmsweise auch einmal die Tür geschlossen werden.

Der zweite kleinere Raum war bisher das Musikzimmer gewesen. Doch die Nachfrage habe abgenommen, das Zimmer dient nun als allgemeiner Rückzugsort. Die Instrumente sind immer noch im Jugendhaus, sodass jederzeit wieder gespielt werden könnte. Auch der Mädchentag wurde ausgesetzt – es fehlen regelmäßige Besucherinnen.

Was aber immer noch stark gefragt sei, sind die Ausflüge und sonstigen Angebote des Jugendhauses. Mehrmals im Jahr gibt es Konzerte in den Räumlichkeiten. Außerdem wird regelmäßig ein „Grill und Chill“ veranstaltet. An anderen Tagen geht es zum Go-Kart, ins „Jump and Fly“ oder mit den hauseigenen Kanus und Kajaks zum Paddeln auf die hiesigen Flüsse. Einmal wöchentlich gibt es ein Kochprojekt.

„Letztens war ich überrascht, als einige fragten, ob wir nicht mal in den Zoo könnten“, berichtet Jochen Wöhle. Gefragt hatte das bisher noch nie jemand, aber ein Problem war es nicht. Und so machten alle gemeinsam spontan einen Ausflug in den Zoo.

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