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Höchst Tour de West

Die Gruppe „Nachbarschaftsradeln Frankfurt West“ lädt zum Radfahren ein.

Nachbarschaftsradeln
Die Nachbarschaftsradler trotzen dem Regen. Foto: Rolf Oeser

Radfahren bei Regen? „Für uns kein Problem“, sagt Marja Glage, während sie den Reißverschluss ihrer Thermojacke zuzieht. Das miese Wetter am Donnerstagabend hielt die Mitglieder der Gruppe „Nachbarschaftsradeln Frankfurt West“ nicht davon ab, sich auf den Sattel zu schwingen. „Für den 3. September hoffen wir allerdings auf Sonnenschein“, sagt Glage und lacht. Dann nämlich will die Gruppe mit den Quartiersmanagern des Ortsbezirks 6 zur „Radtour de West“ aufbrechen – einer Tour durch die westlichen Stadtteile Frankfurts im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Stadtradeln“.

„Radfahren, gefahrene Kilometer sammeln und Preise gewinnen: Das ist – kurz zusammengefasst – das Prinzip des Stadtradelns“, sagt Uwe Eisenmann, der die Gruppe  gegründet hat. „Nebenbei leisten wir Radler einen Beitrag zum Umweltschutz und sorgen für eine Vernetzung in der Nachbarschaft.“ Zum zweiten Mal nimmt Eisenmann, Mitglied des Ortsbeirat 6, an der bundesweiten Aktion teil, die vom 1. bis 21. September läuft. „Letztes Jahr bestand die Gruppe allerdings nur aus drei Mitgliedern.“ Nun versuchen sie neue Mitfahrer zu gewinnen. Denn das ist wichtig für den Wettbewerb. Ziel ist es, beruflich wie privat innerhalb der drei Wochen möglichst viele Radkilometer zurückzulegen – je mehr Fahrer, desto höher die Kilometerzahl.

„Der Wettkampfgedanke steht aber nicht im Vordergrund“, betont Marja Glage. Wichtiger sei es beispielsweise, Freude am gemeinsamen Fahren zu wecken und sich für die Belange des Fahrradverkehrs einzusetzen. Denn Gefahrenstellen gebe es einige im Frankfurter Westen, findet Glage. So zum Beispiel an der Jahrhunderthalle. Hier werde der Radweg bei Großveranstaltungen regelmäßig als Parkplatz ausgewiesen, Radfahrer müssten auf die vielbefahrene Straße ausweichen. „Vor allem während des Feierabendverkehrs ist die Situation für Radler dadurch sehr gefährlich“, berichtet Glage.

„Eine weitere Gefahrenstelle ist die Kreuzung Sindlinger Bahnstraße und Farbenstraße“, sagt Quartiersmanagerin Sandra Herbener. Trotz Mittelinsel sei die Kreuzung nach wie vor nicht sicher für Radler.

Abhilfe könnte hier die Fahrradpolizei schaffen, findet Stefan Becker aus Sossenheim. Deren Präsenz lasse im gesamten Stadtgebiet zu wünschen übrig, sagt der Malermeister. „Gefahren lauern für Radler überall – sei es nur ein zugeparkter Radweg“.

Mehr Informationen gibt es unter www.stadtradeln.de. Kontakt zur Gruppe per Mail an uwe.eisenmann@frankfurterwesten.de

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