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Höchst Orgelsommer unter neuer Leitung

Manuel Braun will Änderungen mit Respekt vor der Arbeit seines Vorgängers einführen. Den Orgelsommer von Mai bis September 2018 wird er erstmals selbst organisieren.

Manuel Braun
Manuel Braun tritt in die Fußstapfen des verstorbenen Organisators und Gründers des Höchster Orgelsommers, Rolf Henry Kunz. Foto: peter-juelich.com

Manuel Braun steht vor einer großen Herausforderung: Nach dem Tod des bisherigen Organisators und Gründers des Höchster Orgelsommers, Rolf Henry Kunz, soll der 29-jährige Kirchenmusiker in die großen Fußstapfen seines Vorgängers treten. Keine leichte Aufgabe, da Kunz den Orgelsommer seit 1994 zu einer über Frankfurt hinaus bekannten Musikveranstaltung gemacht hat.

Auch das diesjährige Programm, das bis Ende September in der Justinuskirche gespielt wird, wurde von Kunz geplant und organisiert. „Ich bin vom bisherigen Sommer schon sehr angetan, da die Konzerte gut besucht waren“, sagt Braun, der bereits in diesem Jahr bei den Veranstaltungen mithilft. „Es ist eine große Leistung von Rolf Henry Kunz, dass sich die Konzertreihe so etabliert hat.“

Dank seiner Tätigkeiten als Kirchenmusiker in Wiesbaden, Flörsheim und Niederrad wurde Braun von seinem Vorgänger persönlich als neuer Organisator vorgeschlagen. Sein Handwerk hatte der gebürtige Pfälzer unter anderem während seines Studiums der Kirchenmusik in Mainz erlernt. Den Orgelsommer von Mai bis September 2018 wird er erstmals selbst organisieren.

Obwohl er auch im Chor aktiv war, bleibt sein Schwerpunkt die Orgel – so wie es auch beim Orgelsommer beibehalten werden soll. „Der Name ist Programm, sodass die Orgel auch für die nächsten Jahre im Mittelpunkt stehen wird“, sagt Braun. Die Tradition seines Vorgängers möchte er nicht komplett umwerfen. Stattdessen wolle er mit Respekt vor den Leistungen von Kunz eigene Ideen einbringen. „Es war Rolf Henry Kunz ein Anliegen, dass der Charakter des Orgelsommers erhalten bleibt“, sagt Braun. „Gerade weil ich einer anderen Generation angehöre, wird es aber Neuerungen geben, die auch ein jüngeres Publikum ansprechen.“

So könnte Braun sich vorstellen in den kommenden Jahren auch Berührungspunkte mit moderner Musik wie Folk und Swing zu schaffen. Auch das Jazz-Konzert, dass schon in diesem Jahr beim Publikum gut angekommen ist, soll weiter in Programm bleiben. Erfahrungen mit solchen Verknüpfungen hat Braun schon im Rahmen seiner bisherigen Arbeit gesammelt.

Den Umfang der Konzertreihe von rund elf Konzerten will Braun ebenfalls beibehalten. „Wir werden aber versuchen den Orgelsommer zu entzerren und drei Wochen Zeit zwischen den einzelnen Konzerten zu planen.“ Der Qualität von Kunz solle trotz Neuerungen beibehalten werden. „Heute wird ein hoher Anspruch an das Niveau von Kirchenmusik gestellt“, sagt Braun. „So wie man es schon seit Jahren beim Orgelsommer sieht und weiter sehen wird.“

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