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Hausen Niddawehr wird umgebaut

Der Auftakt zur Bürgerbeteiligung, welche die Arbeiten in Frankfurt-Hausen begleiten soll, ist gut besucht. Weitere Foren sollen folgen.

Planungswerkstatt
Experten haben am Samstag den Umbau des Wehres erläutert. Foto: Michael Schick

Die Nidda soll weiter renaturiert werden. Nach dem erfolgreichen Umbau des Höchster Wehrs soll nun die Planung für den Flussabschnitt zwischen A66 und Praunheimer Landstraße in Hausen Gestalt annehmen. Der Auftakt für den Bürgerbeteiligungsprozess lockte am Samstag viele Menschen in die Zehntscheune nach Praunheim.

Etliche Bürger, Vertreter der Stadt, des Ortsbeirats 7 und verschiedener Naturschutz- und Freizeitverbände kamen, um sich den aktuellen Planungsstand für den Umbau des Niddawehrs vorstellen zu lassen. Nach dem Grußwort von Stadtrat Klaus Oesterling (SPD) legte Projektleiter Heiko Kramer die Gründe für die Notwendigkeit der Arbeiten dar. Er erklärte, dass die in den 20er und 60er Jahren erbauten Niddawehre zwar den Zweck erfüllt hätten, das Hoch- und Grundwasser zu regulieren, die Natur dabei jedoch auf der Strecke geblieben sei. „Fische etwa können die Klappenwehre flussaufwärts nicht überwinden“, erläuterte Kramer.

In Höchst wurde das Niddawehr schon 2012/2013 abgebaut und durch eine für Fische und andere Wasserlebewesen passierbare Rampe ersetzt. Dort haben die Fischbestände seither zugenommen, für die Bürger ist das Flussufer heute eine attraktive Anlaufstelle. Nach diesem Vorbild wurde 2015 ein vergleichbares Projekt für das Sossenheimer Wehr auf den Weg gebracht.

Das Konzept für die Renaturierung der Nidda hat die Stadt 1998 gemeinsam mit anderen Nidda-Anrainern entwickelt. Auch die Wehre in Praunheim und Eschersheim sollen noch umgebaut werden.

Hausener in Umgestaltung einbeziehen

Ähnlich wie in Sossenheim sollen die Hausener in die Umgestaltung einbezogen werden. Bei drei Foren können sie über die Wasserwirtschaft, Natur- und Landschaftsbelange sowie den Verkehr- und Bauablauf sprechen. Auf einer Abschlussveranstaltung am 24. September werden die Ergebnisse der Diskussionen gesichert.

Einige der Punkte wurden am Samstag bereits angerissen. Lothar Heuser vom für den Wasserbau zuständigen Fachbüro CDM Smith teilte mit, dass die drei Altarme zwischen der Praunheimer Brücke und der A66 geöffnet und untereinander verbunden werden sollen. Dabei sollen Sedimente abgetragen und eine bessere Durchströmung des Flusses gewährleistet werden. Dies würde die Wasserqualität erhöhen und der Fauna und Flora zugute kommen.

Zur Landschaftsplanung merkte er an, dass zwar mit Eingriffen in die unmittelbar am Ufer beheimatete Tier- und Pflanzenwelt zu rechnen sei, dies jedoch durch den ökologischen Effekt nach dem Umbau ausgeglichen würde. Die bislang nur mit Gras bewachsenen Böschungen sollen nun breiter und abwechslungsreicher gestaltet werden, wodurch der Fluss an Natürlichkeit, Artenvielfalt und Attraktivität zurückgewinnt.

 

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