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Gutleutviertel Spielplatz wird Grünfläche

Der Schönplatz im Gutleutviertel wird geteilt, entscheidet der Ortsbeirat. Der östliche Teil soll der Allgemeinheit dienen, der westliche bleibt Spielfläche. Eine Testphase soll zeigen, ob der Nutzungskonflikt dadurch entschärft wird.

Künftig darf nicht mehr nur am Kiosk getrunken werden, sondern auch auf dem östlichen Teil des Spielplatzes. Foto: Michael Schick

Der Schönplatz im Gutleutviertel wird entlang des Querungsweges geteilt. Die westliche Hälfte bleibt wie bisher Kinderspielplatz. Der östliche Part hingegen wird zur Grünanlage umgewidmet. Dieser Teil, der bislang ebenfalls als Spielplatz ausgewiesen war, ist vor allem Freifläche, wenngleich eine Tischtennisplatte und eine Zebra-Wippe dort stehen. Der Ortsbeirat 1 folgt mit dem Beschluss in seiner jüngsten Sitzung zwei Treffen mit Anwohnern und Nutzern. Die Zustimmung der Stadt gilt als Formsache.

Die Debatte kam im vergangenen Jahr auf. Anwohner hatten sich an den Ortsbeirat 1 gewandt, weil sie sich gestört fühlten. Der Spielplatz sei vermüllt, es werde dort geraucht und Alkohol getrunken. Auch Drogen würden konsumiert und gehandelt.

Während sich vor allem das anliegende Hotel, Senioren und Eltern mit kleineren Kindern beschwerten, fürchteten andere Anwohner um ihren Platz im Viertel. Dass das gesamte Areal als Spielplatz ausgewiesen sei, wussten indes viele nicht und tranken daher auch beim Tischtennisspielen einmal ein Bier.

Der Spielplatz soll nun mit einem Sichtschutz, ähnlich dem vorhandenen Holzzaun am nördlichen Rand, ausgestattet werden. Schilder sollen auf das Alkohol- und Rauchverbot hinweisen. Auf der übrigen Fläche wird die Grünflächensatzung gelten, Musik ist nach 22 Uhr nicht gestattet. Um dem Müllproblem entgegen zu wirken, sollen die vorhandenen Mülleimer durch größere mit Aschenbechern ersetzt werden. Sollte es erneut Probleme geben, wird der Platz zurück gewidmet.

Erst im vergangenen Jahr wurde eine Ecke vom Spielplatz abgetrennt, dort ist eine Art Biergarten entstanden, an dem sich Anwohner wie Alkoholkranke treffen, die sich am Kiosk gegenüber eindecken. Kioskbetreiber Ahmet Tastekin kündigte an, künftig auf Ordnung und Sauberkeit im öffentlichen Biergarten zu achten und lärmende und stark alkoholisierte Menschen wegzuschicken.

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