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Gutleut Licht soll Wildpinkler vertreiben

Der Durchgang der Gutleutkaserne im Frankfurter Gutleutviertel wird abends oft von Wildpinklern aufgesucht. Dagegen will nun der Ortsbeirat 1 vorgehen. Er fordert eine bessere Beleuchtung.

Gutleuth-Kaserne
Die Gutleuth-Kaserne ist ein schöner Anblick, findet der Ortsbeirat 1. Foto: Andreas Arnold

Tagsüber wird der Durchgang in der sogenannten Gutleutkaserne gern genutzt, um schnell auf die andere Seite des Gebäudes zu kommen, zum Arbeitsgericht oder zum Finanzamt. Nachts wird er gern genutzt, um die Blase zu entleeren oder sich schlafen zu legen. Der Ortsbeirat 1 möchte dem nun entgegenwirken.

Das fürs Gutleut zuständige Stadtteilgremium fordert den Magistrat dazu auf, am Durchgang eine Beleuchtung anzubringen, die 24 Stunden brennt – und gegen Wildpinkler vorzugehen. Zwei entsprechende Anträge der CDU-Fraktion wurden am Dienstagabend mehrheitlich auf den Weg gebracht.

Der Gestank im Durchgang der 1879 erbauten Kaserne an der Gutleutstraße sei „ekelhaft“, findet Antragsteller und CDU-Fraktionschef Michael Weber. „Da kein Regen die Fäkalien wegspülen kann, stinkt es dort dauerhaft.“ Das sei „zum einen der schönen Gutleutkaserne unwürdig und zum anderen eine Zumutung für alle, die den Durchgang benutzen“. Einig waren sich die Ortsbeiratsmitglieder, dass eine dauerhafte Beleuchtung in der dunklen Ecke Abhilfe schaffen könnte – um Wildpinkler und -schläfer abzuschrecken und für ein verbessertes Sicherheitsgefühl bei all denjenigen zu sorgen, die nachts einfach nur durch die Kaserne hindurch laufen wollen. „Die Beleuchtung würde schon einiges bewirken“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Stephan Korte. Auch Helgo Müller (SPD) war sich sicher: „Licht hilft immer.“

Um gegen die Fäkalien vorzugehen, hatte Weber zudem das Aufstellen eines Dixi-Klos vorgeschlagen, die entsprechende Passage musste der Christdemokrat jedoch auf Drängen der anderen Ortsbeiratsmitglieder wieder aus seinem Antrag streichen. Die Bedenken waren zu groß, dass das Toilettenhäuschen einerseits den schönen Anblick verschandeln und andererseits Unsinn mit ihm getrieben werden könnte. „So ein Dixi-Klo ist nicht gerade formschön“, sagte Ralf Schmidt-Berberich (Unabhängiges Bündnis). Andreas Laeuen, Fraktionschef der Grünen, warnte: „Nachts ist das nicht einsehbar, dann wird es vielleicht umgeschmissen.“ Auch stellte Laeuen den generellen Zweck eines Dixi-Klos in Frage: „Wenn die Leute die Wahl haben, an ein Gebäude zu gehen oder in dieses Klo, dann weiß ich, wie das ausgeht.“

Stattdessen fordert der Ortsbeirat nun vom Magistrat, etwa Schilder aufzustellen, die das Urinieren verbieten oder auf die nächstgelegene Toilette hinweisen.

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