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Gallus Gemeinsam feiern für ein besseres Image

Beim Stadtteilfest im Frankfurter Gallus am 9. und 10. September gibt es Musik, Tanz, Shows und allerlei internationale Kost. Die Feier wurde initiiert, um Bewohner zusammenzubringen.

Stadtteilfest im Gallus ,Vielfalt statt Einfalt ‘
Die Vanity Jewels waren auch 2016 am Start ? in diesem Jahr kommen die Showdancer wieder. Foto: Rolf Oeser

Es war vor acht Jahren, daran erinnert sich Klaus-Jürgen Eisenbach, besser bekannt als Hänschen Preissl, genau. Es war sein erstes Jahr als Moderator, als Historisches beim Stadtteilfest im Gallus passierte: „Ora Da!“, Musiker aus der Türkei, und „Prosechòs“, Musiker aus Griechenland, standen gemeinsam auf der Bühne. „Es war das erste Mal weltweit, dass Griechen und Türken zusammen musiziert haben“, sagt Eisenbach.

Seither hat es fast Tradition, schon dreimal gab es das Stelldichein, auch in diesem Jahr werden die beiden Musikgruppen wieder zusammen performen. Für die Veranstalter sagt das viel über das Stadtteilfest, das am 9. und 10. September gefeiert wird, aus: „Die Vielfalt steht im Zentrum. Es ist ein Zeichen, das wir in die Welt senden“, sagt Roland Frischkorn von der Baugesellschaft ABG Holding, die Sponsor des Festes ist.

Seit 2000 gibt es das Fest unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“. Es wurde einst von Vereinen, Institutionen und der ABG initiiert, um das Image des Gallus zu verbessern und die Bewohner zusammenzubringen. „Wir hatten damals 6000 Wohnungen im Gallus und 1000 standen leer, weil der Ruf so schlecht war“, sagt Frischkorn.

Das Stadtteilfest sollte helfen, die Bewohner der verstreuten Siedlungen Hellerhof, Friedrich-Ebert, Galluspark und die Straßenzüge rund um die Koblenzer Straße – später auch das Europaviertel – zu verbinden. So sollte das Selbstbewusstsein des Stadtteils gestärkt werden – er sollte eine Identität bekommen. „Was vorher Stigma war, wurde zum positiven Markenzeichen: die Internationalität“, sagt Frischkorn.

Bis 2016 wurde die Feier abwechselnd an der Ackermann- und der Bürgermeister-Grimm-Schule und an der Frankenallee ausgerichtet. Nun findet es nur noch zwischen Fischbacher- und Schwalbacher Straße statt. „Wir haben uns entschieden, die Frankenallee zum Zentrum zu machen“, sagt Frischkorn. Es seien auch nicht mehr Menschen aus der Friedrich-Ebert-Siedlung zu Festen auf den Schulhöfen gekommen als zum Quäkerplatz. Mit dem Europaviertel wolle man näher zusammenrücken.

Mehr als 60 Stände wird es geben. Geplant sind eine Fest-, eine Sport-, eine Kinder- und eine Kulturmeile. Am Samstag spielt die „N’Guewel Begg Fallou Family“ auf afrikanischen Trommeln (15 Uhr), ab 16 Uhr treten verschiedene Tanzgruppen auf. Die „Vanity Pearls“ tanzen ab 17.15 Uhr unter dem Motto „Krieger des Lichts“. Um 18.15 Uhr gibt es Hip-Hop mit „Azzis mit Herz“, ab 20 Uhr spielt die Band „Was’n“. Und das ist nur das Programm für die Bühne an der Friedenskirche. Auf der am Quäkerplatz gibt es Samstag wie Sonntag Musik und verschiedene Tänze: von Garde über Samba bis Folklore. Am Sonntag singt Andrea Walter ab 15 Uhr.

An der Friedenskirche startet der Sonntag mit dem Gottesdienst (11 Uhr), um 12.30 Uhr ist „JazzFaz“ mit Big-Band-Musik zugegen. Sängerin Gabriele Kentrup tritt um 14.30 Uhr auf. Um 15.45 Uhr wartet die Neuauflage der türkisch-griechischen Freundschaft mit „Ora Da!“ und „Prosechòs“, ehe der Abend ab 17 Uhr mit Patrick Himmel ausklingt. An beiden Tagen stellen sich Stadtteilinitiativen und Vereine vor.

Ein Highlight ist „Gerry the Voice of Elvis“, der als Elvis performed und Damen im Rollator genau wie kleine Kinder verzückt. Zu sehen ist er am Samstag, 18 Uhr, an der Friedenskirche, um 19 Uhr und am Sonntag um 14.30 Uhr am Quäkerplatz.

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