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Gallus Gedenktafel für Hans Frick

Der Autor schrieb über die NS-Zeit im Gallus, wo er seine Kindheit verbracht hat. In seinem ehemaligen Wohnhaus soll ihm nun gedacht werden.

15.12.2017 13:33

Dem Schriftsteller Hans Frick soll eine Gedenktafel in seinem einstigen Wohnhaus in der Lahnstraße 28 gewidmet werden. Dafür setzt sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Gallus ein – der Ortsbeirat unterstützt das Anliegen mit 500 Euro. 

Der Frankfurter Autor Hans Frick (1930-2003) schrieb den Roman „Die blaue Stunde“. Obwohl er in Bockenheim geboren ist, verbrachte er seine Kindheit im Gallus. Seine Mutter, eine Fabrikarbeiterin, war unverheiratet schwanger geworden und deshalb 1938 mit ihrer krebskranken Mutter aus Bockenheim vertrieben worden. Frick beschrieb in seinen Werken etwa seine Jugend, als er mit ansehen musste, wie Adam Golub und Georgi Lebedenko nach ihrer Flucht aus dem Konzentrationslager Katzbach, den Adlerwerken, entdeckt wurden und einer auf der Straße erschossen wurde. 

AWO-Vorstand Thomas Sock hofft, dass die Menschen sich an die Vergangenheit Fricks erinnern – auch als Mahnung für mehr Menschlichkeit. Der Magistrat ist nun aufgefordert, in Einbeziehung des AWO-Ortsverbandes, einen Text und das Material für eine solche Gedenktafel auszuwählen. (msk)

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