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Frankfurt-West Niddauferweg bleibt offen

Radler in Frankfurt können aufatmen. Während der Brückenarbeiten wird der Niddauferweg zwischen Nied und Rödelheim vorerst nicht gesperrt. Sperrungen kündigt Hessen Mobil erst für 2019 an.

Grüngürtel
In diesem Jahr sind keine gleichzeitigen Sperrungen der Wege auf beiden Seiten der Nidda vorgesehen, teilt die Hessen Mobil mit. Foto: Rolf Oeser

Die anstehende Sanierung der vier Brücken von A648 und A5 am Westkreuz Frankfurt hatte für Aufregung gesorgt, weil die Straßenbehörde Hessen Mobil den Niddauferweg zwischen Nied und Rödelheim komplett sperren wollte. Nun zeichnet sich eine Lösung ab. 

In diesem Jahr seien keine gleichzeitigen Sperrungen der Wege auf beiden Seiten der Nidda vorgesehen, teilte die Hessen Mobil mit. Während der Bauzeit bis 2019 werde „immer eine Seite des Niddaufers offen sein“. 

Im Jahr 2019 werde es „vorübergehende Sperrungen“ geben. Dafür gebe eine 1,6 Kilometer lange Umleitung. Sie sei damit rund 900 Meter kürzer als die Umleitung, welche die Straßenbehörde zuletzt vorgeschlagen hatte. 

„Es freut uns sehr, dass Hessen Mobil nachgearbeitet hat“, sagt Bertram Giebeler, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Frankfurt. Der ADFC hatte mit einer Kampagne auf die drohende Sperrung des Niddauferwegs aufmerksam gemacht und alternative Umleitungen vorgeschlagen. 

Die neue Umleitung führt vom Grillschen Altarm der Nidda über die Straße Am Neufeld bis hin zur Oeserstraße. Zwischen Niddaufer und der Siedlung Am Neufeld baut Hessen Mobil einen Weg neu für Radfahrer und Fußgänger. An der Kreuzung Oeserstraße/Am Römerhof wird die Ampel zugunsten der Radfahrer besser geschaltet. Auf der Straße Am Römerhof werden Schutzstreifen markiert, um den Radfahrern einen sichtbaren Teil des Straßenraumes zuzuweisen. Am Schreberweg soll die Querung für Fußgänger und Radfahrer erleichtert werden. 

Dass der Niddauferweg nicht dauerhaft gesperrt werde, sei eine „große Erleichterung“, so Barbara Clemenz vom Verein Umweltlernen in Frankfurt. Den Niddauferweg bezeichnet sie als „wichtige Nahmobilitätsachse für Fußgänger und Radfahrer.

Clemenz hatte sich zuvor besorgt gezeigt, dass die Veranstaltung Grüngürtel-Tag aufgrund der Sperrung gefährdet sei. „Nun sind alle Kooperationspartner erleichtert“, sagt sie. Der Grüngürtel-Tag am 17. Juni finde angesichts dieser Entwicklung statt. 

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) hatte sich Ende Februar in einem Brief an den ADFC gewandt und Nachbesserungen angekündigt. Die Stärkung der Nahmobilität sei ein vordringliches der Verkehrspolitik.

Eine Brücke für Radfahrer über die Autobahn, wie sie der AFDC vorgeschlagen hatte, lehnte er ab. Diese wäre 100 Meter lang und nicht barrierefrei zugänglich. 

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