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Frankfurt-West Ideen für grüne Wege

Das Projekt Grünes Ypsilon soll die Stadtteile Ginnheim, Dornbusch und Westend miteinander verbinden. Die ersten Teilprojekte werden 2019 realisiert.

Man muss Fantasie haben, um sich das Vorhaben vorzustellen – oder von der Luft aus auf Frankfurt schauen. Denn nur von oben betrachtet ist zu erkennen, wie das Projekt „Grünes Ypsilon“ zu seinen Namen kommt, durch das in den kommenden zehn Jahren die bestehenden Grünflächen im Dornbusch, in Ginnheim und im Westend miteinander verbunden werden sollen. Die dadurch entstehenden grünen Wege erinnern aus der Vogelperspektive vage an ein „Y“.

Bemerkbar machen soll es sich dagegen auf dem Boden. Insgesamt 14 Teilprojekte sind geplant, sagt David Weidmann vom Grünflächenamt. Anfang kommenden Jahres soll es endlich losgehen – die Idee für das Projekt stammt noch aus der Feder des ehemaligen Planungsdezernenten Edwin Schwarz, der seit 2012 nicht mehr im Amt ist. Doch erst jetzt steht die Finanzierung. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 6,3 Millionen Euro. 3,5 Millionen stammen aus Fördermitteln von Bund und Land, den Rest zahlt die Stadt.

Vorgesehen ist etwa, den Iranischen Garten hinter dem iranischen Generalkonsulat für die Allgemeinheit zu öffnen – auch an einen Ausbau sei gedacht, sagt Weidmann. Geplant ist auch, einen Erschließungshof in der Platensiedlung zu begrünen und die Carl-von-Weinberg-Siedlung anzubinden.

Zunächst soll jedoch die Lücke zwischen Platenstraße und der Wilhelm-Epstein-Straße an der Bundesbank geschlossen und eine Querung der Eschersheimer Landstraße am Sinai-Park geschaffen werden. Erst dadurch werde eine vollständige Durchwegbarkeit im Grünen Ypsilon hergestellt, so Weidmann.

Barrierefreie Fußgängerbrücke

Dringend erforderlich sei, die Fußgängerbrücke am Grüneburgpark über die Miquelallee barrierefrei auszubauen. Passanten müssen dort derzeit Stufen bewältigen. Künftig soll es eine Rampe geben, so dass Fahrradfahrer und etwa Eltern mit Kinderwagen besser passieren können. Eine sechsprozentige Steigung, wie sie für Rollstuhlfahrer nötig ist, sei dort nicht möglich.

Wie die vorgesehenen Ideen bei den Bürgern ankommen und welche Vorschläge sie haben, fragt die Stadt derzeit mit einer „aufsuchenden Beteiligung“ ab. So ist seit kurzem ein Lastrad mit Infomaterial im Quartier unterwegs, um etwa auch Alleinerziehende und Jugendliche zu erreichen. Erste Gespräche gab es zudem mit dem Ortsbeirat, dem Nachbarschaftszentrum, dem Gewerbeverein und Schulen. Vergangene Woche fand zudem eine Veranstaltung für Bürger statt.

Vor allem der Wunsch nach besseren Wegeverbindungen sei den Menschen wichtig, sagt David Weidmann. Viele hätte auch mehr Aufenthaltsqualität in den Grünanlagen gefordert, etwa Treffpunkte, schönere Spielplätze und Angebote für Jugendliche. Die Stadt möchte die Anregungen sammeln und für die weitere Planung verarbeiten. „Die Menschen können sich aber auch künftig weiter beteiligen und einbringen“, macht Weidmann klar. Etwa im Oktober. Dann ist eine weitere Infoveranstaltung geplant.

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