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Frankfurt-Sindlingen Die Industrie prägt Sindlingen

Frankfurt-Sindlingen wuchs vor allem durch zugezogene Arbeiter. Heute sind alte und neuere Stadtteile durch die Bahnstrecke getrennt.

Sindlingen
Die Klärschlammverbrennungsanlage der Infraserv sorgt hin und wieder für üblen Geruch. Foto: peter-juelich.com

Die Geschichte Sindlingens ist eng verwoben mit dem Industriepark Höchst. Ein Teil des Betriebsgeländes liegt direkt im Stadtteil, auch die gesellschaftlichen Strukturen sind dadurch geprägt: Als 1863 die Chemische Fabrik Meister Lucius & Co. ihren Dienst in Höchst aufnahm, zogen viele Arbeiter in das nahe Sindlingen. Rund 30 Prozent der Einwohner waren damals in der Fabrik angestellt.

Der spätere Ausbau des Industrieparks begünstigte nicht nur einen erneuten Bevölkerungsanstieg, er ließ auch Höchst und Sindlingen zunehmend zusammenwachsen. Doch mit dem Industriepark sind die Sindlinger nicht immer im Reinen. Ein leidiges Thema im Stadtteil ist die Geruchsbelästigung durch denselben.

Ein Wahrzeichen Sindlingens, das ebenfalls mit dem Industriepark in Verbindung steht, ist die auf einer Anhöhe am Main thronende Villa Meister. Errichten ließ sie 1903 der Sohn von Carl Friedrich Wilhelm Meister, dem Gründer der Fabrik Meister Lucius & Co. Aus der Firma gingen später zunächst die Farbwerke Höchst, später die Höchst AG hervor. Die Villa im neubarocken Stil dient heute nicht mehr als Familiensitz, sonden beherbergt ein Rehazentrum für ehemalige Drogenabhängige. Die zum Bauwerk in der Allesinastraße dazugehörige Parkanlage ist öffentlich zugänglich.

Unterhalb der Villa erstreckt sich entlang des Feierabendweges eine weitläufige Grünfläche mit Spielpark direkt am Mainufer. Zwei Brücken verbinden Sindlingen über den Fluss hinweg mit Kelsterbach und Schwanheim. Die 1972 erbaute Werksbrücke West, eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke, dient dem internen Verkehr des Industrieparks. Die zwei öffentlichen Fahrstreifen sind für den motorisierten Verkehr gesperrt. Sie können nur von Fußgängern und Fahrradfahrern genutzt werden. Über die 1978 fertiggestellte Sindlinger Mainbrücke wird die Schnellstraße B 40 geleitet. Außerdem trägt sie zwei Fahrradwege.

Die Sindlinger sind gut vernetzt: Zwei S-Bahnhöfe verbinden sie über die Linien S1 und S2 mit der Region.

Zusätzlich zur Station „Sindlingen“ wurde 2007 eine zweite Haltestelle an der Grenze zu Zeilsheim eröffnet, die wie der Nachbarstadtteil heißt. Außerdem verkehren in Sindlingen die Buslinien 54, 55 und 57.

Durch die Bahnstrecke Frankfurt-Wiesbaden, die mitten durch Sindlingen führt, ist der Stadtteil gewissermaßen zweigeteilt. Im Süden der Bahnlinie befindet sich der über 1.200 Jahre alte Sindlinger Ortskern mit schmalen Gassen, die geprägt sind von denkmalgeschützten Fachwerkhäusern. Im Norden erstrecken sich Neubausiedlungen, etwa die Ferdinand-Hofmann-Arbeitersiedlung im neu-klassizistischen Baustil.

In Sindlingen gibt es eine Reihe von Ansprechpartnern.

Ortsvorsteherin ist Susanne Serke von der CDU. Sie ist erreichbar unter E-Mail: ortsbeirat6@serke.info.

Kinderbeauftragte ist Claudia Ilg. Sie ist erreichbar unter Telefon 37 10 80 00 und E-Mail: sindlingen@kinderbeauftragte-frankfurt.de.

Seniorenbeirat ist Bernd-Dieter Serke. Er hat die Telefonnummer: 34 66 34 und die E-Mail-Adresse: bd-u.serke@t-online.de.

Quartiersmanagerin ist Sandra Herbener. Sie ist unter der Rufnummer 3 75 63 97 20 erreichbar, oder E-Mail: sandra.herbener@caritas-frankfurt.de.

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