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Frankfurt-Rödelheim Streichkonzert am Bahnhof

Die achte Rödelheimer Musiknacht lockt am Samstag zahlreiche Menschen in den Stadtteil. Die Organisatoren erinnern an den kürzlich verstorbenen Gerhard Häringer.

Rödelheimer Musiknacht 2018
Ismael Seck und seine Trommelgruppe, Bahnhof. Foto: Rolf Oeser

Geigenschüler spielen auf Violinen am Bahnhof folkloristische Songs, darunter das spanische Lied „La Cucaraca“. Daneben singt der Frankfurter Beschwerdechor humorvolle und ernste Lieder. Unweit entfernt tanzt ein Pärchen zwischen den Gästen der Eisdiele Eurobar zu italienischer Livemusik von Emanuele Cacciatore.

Die achte Rödelheimer Musiknacht lockte am Samstag zahlreiche Menschen in den Stadtteil. Das freute Heike Hecker vom Quartiersmanagement Rödelheim-West: „Eigentlich ist rund um den Bahnhof um diese Zeit kaum etwas los. Aber ein Streichkonzert am Bahnhof, das ist schon etwas Besonderes“, so Hecker.

Insgesamt waren 62 Acts an 28 Orten zu sehen und zu hören. Gastgeber der Konzerte waren Privatleute, Betriebe, Vereine und soziale Institutionen. Die Musiker spielten ohne Gage. „Das Fest hat einen nichtkommerziellen Grundgedanken, die Besucher zahlen keinen Eintritt“, so Hecker.

Dass jeder Getränke und Speisen mitbringen konnte und die Musik im Vordergrund stand, gefiel vielen Besuchern. So auch Michaela aus Schwalbach, die bereits zum vierten Mal an der Musiknacht teilnahm. Die Freundinnen Ruth und Ivona machen es sich auf einer Decke vor dem Pavillon im Brentanopark gemütlich. Mit Erdbeeren und Keksen sowie einem Gläschen Sekt genießen sie die argentinischen Klänge von „Tango Waggong“.

Auch Stadträtin Elke Sautner (SPD) war gekommen. Sie betonte: „Auf der Rödelheimer Musiknacht ist für unterschiedliche Musikgeschmäcker etwas dabei.“ Besonderer Dank gelte den vielen Ehrenamtlern.

Einer von ihnen war viele Jahre lang Gerhard Häringer. In die gute Stimmung mischte sich Trauer um den 90-jährigen, der zwei Tage vor dem Musikfest, am 24. Mai, verstarb. Häringer war langjähriges Mitglied des 1923 gegründeten Chors „Rödelheimer Neuner“, die im Sozial- und Rehazentrum West zu sehen waren. In den vergangenen Jahren hatte er für die Plakat- und Flyerverteilung der Musiknacht gesorgt. „Die Vorbereitungsgruppe wird Gerhard Häringer vermissen und das Andenken an ihn bewahren“, sagte Hecker.

In einem kleinen Hinterhof, der sich neben dem Café Ortells in der Lorscher Straße 13 befindet, drängen sich die Besucher dicht aneinander. Die Band „Hennes & Komplizen“ sorgt gemeinsam mit DJ Franksen für gelöste Stimmung. Bei sommerlichen Temperaturen bewegt sich das internationale Publikum zu entspannten Klängen der Kombo.

„Wir machen jetzt zum siebten Mal mit, schon seit 2011“, berichtete Ortells. Ihr gefällt, dass die Musiknacht so viele, verschiedene Menschen zusammenbringt. Zudem sei durch das Fest Bewegung im Stadtteil, sagt sie.

Weil sommerliche Temperaturen herrschen, versammeln sich die Menschen bis zur Straße vor dem Café, verbringen dort bis in die späten Abendstunden Zeit miteinander.

Am Petrihaus, gegenüber vom Brentanopark, sind zahlreiche Zuhörer zu sehen, die sich den akustischen Rock-, Blues- und Popklängen von „EveryFriday“ hingeben. Ein Cover des Songs „Let her go“ der Band Passenger versetzt Besucher in gelöste Stimmung. Unter dem Schatten des Gingko-Baums wippen, summen und singen die Menschen zum Takt der Musik.

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