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Frankfurt-Rödelheim Protest gegen schlechtes Essen

Mit einem Hungerstreik wollen Flüchtlinge in einer Unterkunft in Rödelheim eigene Kochgelegenheiten durchsetzen.

Die Flüchtlinge in der Au hungern für eine eigene Küche. Foto: privat

Mit einem Hungerstreik wollen Flüchtlinge in einer Unterkunft in Rödelheim eigene Kochgelegenheiten durchsetzen. Der Hungerstreik in der Au habe bereits am Samstag begonnen sagte ein Mitglied des Vereins „Zusammen“, der die FR auf den Protest am Montag aufmerksam gemacht hatte.

Die Beschwerden der Flüchtlinge sind seit Monaten bekannt. Bereits beim Tag der offenen Tür im Mai hatte ein Bewohner aus Eritrea geklagt: „Das Essen schmeckt nicht.“ Die Flüchtlinge wollen selbst kochen, so wie das in dem kleineren Gebäude für alleinerziehende Mütter möglich ist.

Der Leiter der Stabsstelle Flüchtlingsmanagement, Horst Dörr, ist auf Anfrage der FR zunächst einmal verwundert, von dem Hungerstreik erst über die Medien zu erfahren. Der Wunsch der Flüchtlinge, selbst kochen zu können, ist Dörr hingegen schon seit längerer Zeit bekannt. 

„Die Stadt trägt diesen Strategiewechsel auch mit“, so Dörr. Allerdings seien die Wünsche nicht so schnell umzusetzen. Zunächst habe es Verhandlungen mit einem Anbieter gegeben, nun müsse noch eine Baugenehmigung beantragt werden.

Dörr hofft, den Wunsch der Flüchtlinge „gegen Ende Herbst“ befriedigen zu können. Die Stabstelle will sich heute selbst nach Rödelheim begeben und mit den Bewohnern sprechen.

In der Au sind derzeit 157 Flüchtlinge untergebracht, 24 in einem Gebäude für alleinerziehende Frauen, 133 in einem weiteren Gebäude ohne eigene Küche. Bezugsfertig ist mittlerweile ein weiteres Gebäude, in dem Platz für 244 Menschen ist.

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