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FR vor Ort Moscheebau in Hausen dauert an

Die Hazrat-Fatima-Gemeinde kann nur bauen, wenn neue Spendengelder reinkommen.

Moschee Hazrat-Fatima-Gemeinde
Die Baustelle wird auch die nächsten Jahre noch bestehen. Foto: Christoph Boeckheler

Bauzäune und eine scheinbare Bauruine prägen seit Jahren das Erscheinungsbild am Fischstein in Hausen, an der Einmündung der Ludwig-Landmann-Straße. Auch wenn es kaum auffällt: Auf der Baustelle für den Moschee-Neubau der Hazrat-Fatima-Gemeinde geht es langsam, aber „stetig in kleinen Schritten weiter“, berichtet Generalsekretär Ünal Kaymakçi: „Der Bau braucht seine Zeit.“ Und das offenbar deutlich mehr als ursprünglich gedacht.

Finanziert wird die Errichtung des Gotteshauses aus Spenden der gut 400 Mitgliederfamilien, privaten Darlehen und Krediten sowie aus den Mieteinnahmen des bereits 2013 fertig gestellten benachbarten Wohnhauses samt Krabbelstube. Beide Gebäude haben ein gemeinsames Fundament.

Während schon seit Jahren Mieter in dem Wohnhaus leben, die Krabbelstube mit Leben erfüllt ist, steht von der Moschee nur das Betongerippe. Immerhin ist mittlerweile ein Großteil der Fenster eingesetzt.

„Wir können immer nur dann weiterarbeiten, wenn wir wieder Spenden akquiriert haben“, sagt Ünal Kaymakçi. Im Sommer, hofft er, wird das Treppenhaus soweit fertig gestellt, „damit wir im nächsten Schritt mit dem Innenausbau, den sanitären Anlagen und der Elektroinstallation anfangen können“.

Wann er mit dem Ende der Arbeiten rechnet, vermag der Generalsekretär nicht zu sagen: „Der Bau ist eine Lebensaufgabe. Die Gemeinde ist geduldig. Und die Gemeinde weiß, dass die Moschee für sie sein wird.“

Bis die neue Moschee in Hausen eröffnet werden kann, nutzt die Hazrat-Fatima-Gemeinde weiterhin das Gebäude in der Linkstraße in Griesheim für Gottesdienste und Veranstaltungen. Das Haus ist aber viel zu klein.

Sobald die Gemeinde ihr Gotteshaus in Hausen haben wird, möchte sie sich auch zum Stadtteil öffnen und sich dort aktiv einbringen, etwa im Arbeitskreis Hausen (AKH) und dem Christlich-Islamischen Arbeitskreis Hausen (CIAH), zu denen seit Jahren Kontakte bestehen, betont Generalsekretär Ünal Kaymakçi.

Vor allem, als die Pläne der Hazrat-Fatima-Gemeinde 2007 bekannt wurden, am Fischstein eine Moschee bauen zu wollen, kamen dem AKH und dem 2006 gegründeten CIAH eine wichtige Vermittlerrolle zu, um damals in Hausen die Wogen zu glätten. Viele Bürger hatten gegen die Moschee protestiert.

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