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Einzelhandel in Frankfurt Höchster Zentrum soll attraktiver werden

Die Stadt will ihr Förderprogramm für die Höchster Innenstadt verlängern. Zuschüsse sollen etwa für die Sanierung von gewerblich genutzten Erdgeschosszonen fließen.

Foto: Christoph Boeckheler

Das Förderprogramm für die Höchster Innenstadt wird um fünf Jahre verlängert. Dafür haben die Fraktionen am Montagabend einstimmig im Planungsausschuss votiert. Die Stadt will Anreize setzen, um das Zentrum der früheren Kreisstadt wieder als Einzelhandelsstandort attraktiver zu machen. Fördergeld soll es etwa für die Umgestaltung von gewerblich genutzten Erdgeschosszonen, die Schaffung von barrierefreien Zugängen in Läden, die Sanierung von Geschäftshausfassaden, aber auch für die Aufwertung des jeweiligen Geschäftsumfelds geben. Insgesamt werden nach Vorschlag des Magistrats zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Von 2008 an hatte die Stadt bereits 20 Millionen Euro investiert, um die Qualität der Höchster Innenstadt als Wohngebiet und als Geschäftszentrum zu erhöhen. Nun soll der Schwerpunkt verlagert werden. Das Ziel, das Wohnen zu fördern und durch die Vergabe von Fördermitteln zum Erhalt der wertvollen Bausubstanz im Zentrum beizutragen, sei bereits erreicht worden, heißt es in der von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) eingebrachten Vorlage. Dort ist von 252 geförderten Modernisierungen die Rede. Geld floss etwa in die Sanierung des Goldenen Adlers, aber auch in die Neugestaltung des Höchster Stadtparks. „Die Defizite in der Funktion als Geschäftszentrum bestehen aber nach wie vor.“

Damit etwa die Erneuerung von Fassaden nicht zur Verdrängung der bisherigen Nutzer führt, darf ein Eigentümer, der das Fördergeld in Anspruch nimmt, das bestehende Mietverhältnis nach den vom Magistrat vorgeschlagenen Richtlinien nicht im Zuge der Modernisierung kündigen. Zum anderen soll sich die Miethöhe für das Geschäft auch nach der Modernisierung im ortsüblichen Rahmen bewegen .

Sieghard Pawlik (SPD) bezeichnete die Fortführung des Förderprogramms als nötig, um den Stadtteil in der Entwicklung weiterzubringen. Die Neuausrichtung sei richtig. Damit sich die Einzelhandelssituation verbessere, könne es aber notwendig sein, Geschäftsleute und Eigentümer zusammenzubringen. Auch Ulrich Baier (Grüne) sprach von einem hervorragenden Programm. Es sei wichtig, dass die Stadt alles unternehme, damit Höchst als früherer Mittelpunkt Wertschätzung erhalte und wieder ansehnlich werde.

Michael Müller (Linke) lobte ausdrücklich, dass auch der barrierefreie Umbau von Läden gefördert werden soll. Sein Kollege Eyup Yilmaz drückte die Befürchtung aus, die Modernisierungen könnten zur Vertreibung von bisherigen Ladenbetreiber führen.

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