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Bockenheim Sorge um Sicherheit

Eltern kritisieren den künftigen Weg zur ausgelagerten Franckeschule. Sie fordern eine zusätzliche Ampel und ein Tempolimit auf der Ginnheimer Landstraße.

Mehrfach wurde die Sanierung der Franckeschule verschoben, im Februar soll sie nun starten. Mit dem Beginn der Baumaßnahmen werden die Grundschüler ab 15. Februar für voraussichtlich zwei Jahren in Containern hinter der FTG Sportfabrik unterrichtet.

Der neue Schulweg, der über die Sophien-, Ginnheimer Straße und Ginnheimer Landstraße führt, sorgt für Ärger. Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Kinder, wenn diese die Kreuzung künftig täglich passieren. Zwar führe an der Ostseite eine Ampel über die Ginnheimer Landstraße. Doch diese sei keineswegs auf die rund 400 Schüler ausgelegt, sagt Thomas Quetting, Vorsitzender des Elternbeirats: „Die Grünphase ist mit einer Dauer von etwa zehn Sekunden viel zu kurz.“

Auch sei die kleine Verkehrsinsel in der Mitte des Übergangs mit Platz für maximal drei Kinder zu klein. Quetting, der Vater eines neunjährigen Schülers ist, fügt hinzu: „Der im Berufsverkehr stark und schnell befahrene Kreuzungsbereich stellt für die Kinder ein erhebliches Gefahrenpotential dar.“

Auch Schulleiterin Sergia Soyez und die Bockenheimer Kinderbeauftragte Annette Passarge teilen seine Meinung. Die Ampel auf der Ostseite, werde derzeit von Jungen und Mädchen der umliegenden Kindergärten genutzt, sagt Passarge. „Bereits eine geringe Anzahl von etwa zehn Kindern schafft es nicht in einem Zug über die Ampel. Wie sollen es dann mehr als 300 Schüler zwischen halb acht und acht schaffen?“ Wenn Eltern ihre Kinder künftig zusätzlich mit Autos zur Schule brächten, sei Chaos programmiert.

Ein Lösungsvorschlag sieht eine weitere Ampel an der Westseite der Ginnheimer Straße vor, zudem ein Tempolimit. Um dieser Forderung Ausdruck zu verleihen, hatte der Elternbeirat 380 Unterschriften gesammelt und dem Verkehrsdezernat überreicht.

Das Dezernat sieht indes keine Notwendigkeit für eine neue Ampel. Sprecher Dan Orbeck verweist darauf, dass die Kinder aus verschiedenen Richtungen zur Schule kommen. „Die Darstellung, dass mehr als 300 Kinder in einem engen Zeitrahmen über die Ampel an der Sophienstraße laufen müssen, ist so nicht richtig“, sagt Orbeck. „Zudem können einige der Kinder, die aus westlicher Richtung kommen, die Straße über die Ampel an der Florastraße überqueren.“

Der Elternbeirat geht davon aus, dass die Stadt eine zusätzliche Ampel wegen des Ausbaus der Bushaltestelle an der Westseite ablehnt. Orbeck aber betont: „Die Umbaumaßnahme ist nicht der Grund für unsere Entscheidung. Wir stellen diese nicht über die Sicherheit der Kinder.“ Das Dezernat sei nach Prüfung der Gegebenheiten schlichtweg zu dem Entschluss gekommen, dass die Kreuzung die nötige Verkehrssicherheit aufweist.

Auch ein Tempolimit an dieser Stelle sei nicht möglich. „Es handelt sich hier bereits um eine Tempo-30-Zone. Für eine weitere Verringerung der Geschwindigkeit gebe es keinen Spielraum. „Wir führen hier aber regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen durch“, so der Sprecher. Zudem werde das Verkehrsdezernat die Grünphase der Ampel an der Ostseite der Ginnheimer Landstraße verlängern.

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