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Bockenheim Selbstbewusst im Wasser

Zehn- bis sechszehnjährige Schüler aus sieben Frankfurter Förderschulen treten im Rebstockbad in Schwimmenwettkämpfen an. Es geht dabei um Sport und Sicherheit.

50 Schüler haben sich dan dem Wettkampf im Rebstockbad beteiligt. Foto: Christoph Boeckheler

Auf die Plätze, fertig, Pfiff: Im Rebstockbad herrscht am Montagmorgen Wettkampf-Atmosphäre. Auf den nummerierten Startblöcken des Schwimmerbeckens machen sich Mädchen und Jungen von sieben Frankfurter Förderschulen bereit, um für ihre Schule die beste Zeit zu erschwimmen. Rund 50 Schüler sind bei den Stadtmeisterschaften dabei.

Lehrerin Caroline Girard von der Charles-Hallgartenschule erteilt via Lautsprecher-Anlage aus dem Bademeister-Häuschen die Start-Kommandos. Dann springen die Schwimmer mit einem Platschen ins Wasser. Mitschüler feuern sie lauthals an. Lehrer stoppen am Ende des 25 Meter langen Beckens die Zeit ihrer Schützlinge.

Zum 29. Mal richten sieben Frankfurter Förderschulen, darunter mehrere Lernhilfeschulen sowie eine Schule für Hörgeschädigte, hier ihre Schwimmwettkämpfe in den Disziplinen Kraul, Rücken und Brust aus. Daneben wird vom Ein-Meter-Brett um die Wette gesprungen. „Es ist etwas Besonderes, für die eigene Schule in einem Wettkampf anzutreten“, sagt Michael Schmidt, Schulsportleiter der Bürgermeister-Grimm-Schule im Gallus. Einmal wöchentlich gibt es an den sieben Frankfurter Förderschulen Schwimmen als Wahlpflichtfach. Die Schüler würden dadurch Selbstvertrauen und Sicherheit im Wasser entwickeln, berichtet Schmidt. „Aufgrund ihrer sozialen Herkunft“ würden einige der Kinder privat nicht oder nur selten ins Schwimmbad gehen.

In den vergangenen Jahren seien zum Teil bis zu 150 Schüler pro Jahr angetreten. Den Rückgang führt Schmidt auf geringere Schülerzahlen durch die gestiegene Zahl von Inklusionsklassen an Regelschulen zurück. Zwischen zehn und 16 Jahre alt sind die Teilnehmer. Zu den ältesten zählt Ben von der Weißfrauenschule, einer Sprachheilschule im Bahnhofsviertel. Der 15-Jährige sei schon mehrere Male bei den Meisterschaften dabei gewesen. „Sich mit anderen zu messen und zu sehen, wer schneller ist, macht Spaß“, sagt er. Außerdem trainiere er gerne seinen Körper und seine Ausdauer.

Lehrer Schmidt sagt: „Die Routiniers führen Jüngere an die Wettkämpfe heran“. Zu den Jüngsten zählt Letizia mit zehn Jahren. Die Viertklässlerin von der Bürgermeister-Grimm-Schule ist erstmals dabei. Auch wenn sie bei ihrem ersten Lauf Letzte geworden sei, bereite ihr das Schwimmen große Freude. Besonders „Rückwärtsschwimmen“ möge sie und wie eine „Meerjungfrau“ zu schwimmen, sagt das Mädchen, während es wellenförmige Bewegungen mit den Händen macht.

Für die Teilnehmer gibt es am Ende Urkunden, für die Besten Medaillen, die von einer Stiftung gespendet wurden. Außer in den Schwimmwettkämpfen messen sich die Frankfurter Förderschulen auch in Leichtathletik, Fußball und Tischtennis.

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