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Bahnhofsviertel Im Einsatz für die Sauberkeit

Die Stadtreinigung schickt im Frankfurter Bahnhofsviertel elf weitere Mitarbeiter auf die Jagd nach Müll. An stark frequentierten Orten gibt es zusätzliche Reinigungseinsätze.

Straßenreinigung
Peter L. (l.) und Kollegen reinigen im Rahmen der Kampagne cleanFFM nun häufiger. Foto: Monika Müller

Ohne die Arbeit von Peter L. und Andreas Held von der Stadtreinigung sähe das Bahnhofsviertel ganz anders aus. Seit Ende Juni sind die beiden zusammen mit ihren Kollegen nicht nur früh am Morgen unterwegs, sondern reinigen die Straßen und Plätze auch zwischen 11.30 und 20 Uhr.

Besonders am Wochenende ist das dringend notwendig: Bis zu drei Kubikmeter Müll sammeln die Stadtreiniger in einer Schicht alleine im Bahnhofsviertel – und das, obwohl am Morgen bereits ein Trupp etwa die gleiche Menge aufgelesen hat. „Wir haben hier Bedarf gesehen, weil am Wochenende mit vielen Touristen und Feiernden ein anderes Publikum unterwegs ist, als während der Woche“, sagt Stefan Röttele, Sprecher der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES). Nicht nur Überbleibsel von Partys wie Flaschen und Dosen, sondern insbesondere Pappbecher und Fast-Food-Verpackungen würden den Stadtteil verschmutzen.

Für die zusätzlichen Reinigungstouren wurden elf neue Mitarbeiter eingestellt. Zudem sollen im gesamten Stadtgebiet 1000 neue Papierkörbe aufgestellt werden. Im Bahnhofsviertel wurden bereits 50 verteilt, weitere sollen folgen. Die Maßnahmen sind Teil der Kampagne „Clean FFM“, für die von der Stadt bis 2019 insgesamt 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. „Einer der wesentlichen Teile der Kampagne ist es, mehr Power auf die Straße zu bringen“, erklärt Röttele. „Wir haben uns dafür Bereiche ausgesucht, die aufgrund der hohen Fluktuation an Menschen besonders verschmutzen.“ Außer dem Bahnhofsviertel werden daher auch Gebiete wie Alt-Sachsenhausen zukünftig häufiger gereinigt.

Drogenszene ist Herausforderung

Besonders im Gebiet rund um den Hauptbahnhof gehört das Thema Sauberkeit aber zu einer Reihe an Problemen, die in den vergangenen Monaten immer wieder öffentlich diskutiert wurden. „Das Bahnhofsviertel bewegt die Menschen“, sagt Röttele „Wir hoffen, dass wir dazu beitragen können, dass sich die Situation verbessert.“ Die Drogenszene stellt dabei für Stadtreiniger wie L. und Held eine Herausforderung dar. Zusätzlich zum üblichen Müll müssen rund um die Treffpunkte der Szene Spritzen und Fäkalien entsorgt werden. „Es gab auch hier und da mal einen Angriff auf uns“, sagt L. „Wir wurden beschimpft und mit Flaschen oder Kot beworfen.“ Insgesamt würden sich solche Attacken aber in Grenzen halten.

Auch Teamleiter Held hat bereits negative Erfahrungen gemacht, als zum Beispiel jemand Müll vor den Augen der Stadtreiniger auf den Boden geworfen hatte. „Es gibt aber auch viele Frankfurter, die sich für unsere Arbeit bedanken“, sagt Held. Im Kampf gegen den Abfall seien durch die zusätzliche Reinigung schon erste Erfolge erkennbar: „Man kann in bestimmten Bereichen deutliche Unterschiede zu vorher erkennen.“

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