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Bahnhof Höchst Theater um den Bahnhof

Die Linke bringt erneut eine Bühne für den Bahnhof Höchst ins Gespräch. Die Idee: das heimatlose Volkstheater könnte dort einziehen.

Bahnhof
2018 möchte die Bahn die Arbeiten für die Bahnhofssanierung ausschreiben. Foto: Peter Juelich

In das Bahnhofsgebäude in Höchst wird wohl kein Theater einziehen. Die Linke im Ortsbeirat 6 wünscht das. Die Bahn nicht. Ein erster Vorstoß von Dominike Pauli ist bereits gescheitert. Die Stadt möchte ihr Kinder- und Jugendtheater lieber am Zoo anbieten. Höchst sei nicht zentral genug gelegen.

Viel zentraler geht es kaum, findet dagegen Pauli verwundert. Der Bahnhof ist über Bus und Bahn problemlos zu erreichen, auch für die Menschen aus den umliegenden Taunusgemeinden. Außerdem liegen zwei Parkhäuser in direkter Nähe. Eines an der Königsteiner und eines an der Emmerich-Josef-Straße.

Seit Jahren gehe ihr an die Nieren, dass das Gebäude ungenutzt vor sich hin darbe, sagt Pauli. Nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ bringt sie nun die nächste Bühne für den Bahnhof ins Gespräch.

Das heimatlose Volkstheater könnte an den Bahnhof ziehen. Das würde Höchst kulturell aufwerten. Einen entsprechenden Antrag bringt Pauli in die kommende Sitzung des Ortsbeirats 6 ein.

Eigentlich wollte das Volkstheater zwar in den Bolongaropalast ziehen. Der wird aber noch einige Jahre saniert. Die Theaterleute müssen sich bis dahin über Wasser halten. Freie Ensembles haben es schwer, in den Genuss von städtischer Förderung zu kommen. Da käme eine feste Spielstätte gerade recht. Auch wenn Impresario Hauke Hummel nicht recht weiß, wie es um die Räume im Bahnhof bestellt ist.

Sicher ist: Dort gibt es eine geschlossene Gaststätte und eine Kegelbahn. Und es gibt eine unerschrockene Kämpferin für die Kultur in Höchst. Ein Volkstheater sei ideal dort, weil es den bestehenden Angeboten keine Konkurrenz machen würde, findet Pauli. Und für den Bolongaropalast werde sich auch eine andere kulturelle Nutzung finden.

Die Bahn hat aber andere Pläne. Wenn auch etwas vage. „Das Gebäude soll als Zugang zur Station einschließlich aller notwendigen Einrichtungen für den Reisendenbedarf genutzt werden“, informiert die Pressestelle der DB. Der Konzern schreibt die Planungen bis zum Sommer 2018 aus. In Abstimmung mit der Stadt, die derzeit den Platz vor dem Bahnhof und den benachbarten Busbahnhof umgestaltet.

Die Bahn wird das Gebäude grundlegend sanieren lassen, unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Auflagen. Zu den Kosten könne der Konzern derzeit noch nichts sagen, so die Pressestelle.

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